UPC

Trotz MySports-Ankündigung weitere Verluste bei DigitalTV-Abos

Dank Kooperationen mit andern Kabelnetze kann UPC-CEO Eric Tveter künftig sein Produktpalette weiter verbreiten.
zvg
Dank Kooperationen mit andern Kabelnetze kann UPC-CEO Eric Tveter künftig sein Produktpalette weiter verbreiten.
UPC, der grösste Kabelnetzbetreiber in der Schweiz, hat im 1. Halbjahr 2017 sowohl Umsatz als auch DigitalTV-Abos verloren, bei den Festnetz- und Mobilfunk-Abos hingegen konnte er leicht zulegen.
"Ich freue mich sehr auf den Start des Senders und bin überzeugt, dass MySports unser TV-Geschäft bereichern wird und wir für jeden Geschmack ein passendes Sport-Angebot haben werden. Durch die Verlängerung des bisherigen Vertrags mit Teleclub können wir auch Fussballspiele anbieten, was unserem Ziel, zum 'Home of Sports' zu werden, dient." Mit diesen Worten liess sich UPC-CEO Eric Tveter noch nach dem 1. Quartal 2017 zitieren. Aktuell dürfte sein Optimismus aber leicht gedämpft sein. Denn UPC verzeichnete per 30. Juni 2017 just im DigitalTV-Geschäft eine Abnahme, aktuell weist der Branchenleader in diesem Bereich 1,233 Millionen Abonnenten, 19.000 weniger als noch Ende 2016 – dies obwohl der Start von MySports am 8. September kurz bevor steht. Anders gesagt: Den gewonnenen Zuschlag für die exklusive Verbreitung der Sky-Übertragungen der Fussball Bundesliga via Kabel und IPTV für die kommenden vier Jahre sowie die exklusiven Übertragungsrechte für Formel E und Schweizer Beachvolleyball hat sich bis dato für UPC noch nicht bezahlt gemacht. Auch das Engagement der ehemaligen SRF-Sportmoderatorin Steffi Bucheli, die bei MySports für die Programmgestaltung zuständig ist, zeigte bisher noch keine Wirkung. Umso mehr, als die Zahl der Abonnenten für Breitbandinternet zwar gewachsen ist, aber nur bescheiden um 3000 auf 753.000 Anschlüsse.

Ausbau des Versorgungsgebiets

Auch beim Umsatz musste UPC im ersten Semester dieses Jahres einen Rückgang hinnehmen – um 1,6 Prozent auf 667 Millionen Franken. Eine positive Entwicklung weist der Branchenleader aber bei den Telefoniekunden auf: Die Zahl der Abos stieg um 35.000 auf 617.000, wobei sowohl die Festnetz- als auch die Mobile-Kunden zunahmen. Aktuell weist UPC 524.000 Festnetz-Abos (+12.000) und 93.000 Mobile-Abos (+13.000) aus.

UPC konnte im ersten Halbjahr 2017 nicht nur zwei kleinere Kabelnetze übernehmen, sondern kann neu über die Nutzung eines Drittnetzes in Lausanne auch 90.000 neue Haushalte versorgen. Bis Ende 2018 will der Kabelnetz-Riese auf diese Weise insgesamt 200.000 zusätzliche Haushalte ausserhalb des eigenen Netzes.

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