Teleclub Zoom

Warum Goldbach den neuen Free-TV-Sender vermarktet – und nicht Admeira

Teleclub Zoom wird ab Juli 2017 von Goldbach Media vermarktet.
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Teleclub Zoom wird ab Juli 2017 von Goldbach Media vermarktet.
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Vor einer Woche vermeldete Goldbach Media, dass es den neuen Free-TV-Sender Teleclub Zoom ab Juli 2017 vermarkten wird. Doch warum eigentlich vertraute Teleclub – immerhin eine die 75-Prozent-Tochter der Swisscom – den neuen Sender nicht der Werbeallianz Admeira an? HORIZONT Swiss fragte nach – und musste dafür eine Woche lang pickeln.
Im Juli startet der neue Free-TV-Sender Teleclub Zoom. Und weil Teleclub sowie deren Muttergesellschaft CT Cinetrade AG je zu 75 Prozent der Swisscom gehören, wäre es eigentlich naheliegend gewesen, dass der neue Sender der Werbeallianz Admeira zur Vermarktung übergeben wird, an der die Swisscom zu 33,3 Prozent beteiligt ist.

Doch das Naheliegendste ist manchmal falsch: Vor einer Woche meldete Goldbach Media, dass der Teleclub Zoom ab Juli 2017 sowohl das Schweizer Fernsehangebot als auch das Portfolio des Küsnachter Vermarkters bereichere.

Bei HORIZONT Swiss war man darob ein wenig erstaunt – und fragte nach: Bei Teleclub, bei Swisscom, bei Admeira und bei Admeira-Verwaltungsratspräsident Marc Walder, CEO von Ringier. Eine Frage unter anderen lautete: Die Vergabe der Zoom-Vermarktung an Goldbach wirft ein schlechtes Licht auf Admeira: Wenn nicht einmal Teilhaber Swisscom der Admeira die Vermarktung des eigenen Senders zutraut, wer dann?

"Zoom in die Beziehung zu Goldbach inkludiert"

Sepp Huber, Leiter Mediendienst der Swisscom, antwortete als Erster: "Zur Auftragsvergabe möchten wir uns nicht äussern und verweisen an Teleclub. Und zu Gerüchten (unzufrieden mit Admeira?) nehmen wir keine Stellung." Markus Hollenstein, Marketingchef von Admeira, beschied seinerseits: "Wir sind nicht Partei von diesen Verträgen und können zu den Gründen des Entscheids keine Stellung nehmen. Wenden Sie sich dafür bitte an Teleclub." Und seitens Ringier richtete Sprecherin Manuela Diethelm aus, Teleclub werde seit Jahren von Goldbach vermarktet, da sei es klar gewesen, dass man auch das neue Inventar den Küsnachtern übergebe. "Mit mangelndem Vertrauen gegenüber Admeira hat dies nichts zu tun", fügte sie hinzu.

Und Teleclub selbst? Dort schwieg man. Sieben Tage Null Reaktion. Bis gestern: Nach mehreren Anfragen kam endlich eine Mail von CEO Wilfried Heinzelmann: "Da Goldbach unsere bestehenden Sender schon seit längerer Zeit vermarktet und dazu laufende Verträge bestanden, haben wir uns zum betreffenden Zeitpunkt entschieden, Zoom in diese Beziehung zu inkludieren. Das Teleclub Mitglieder-Magazin hingegen wird neu von Admeira vermarktet. Im Übrigen kommentieren wir weder bestehende Vertragsverhältnisse noch Verhandlungen zu solchen oder künftigen, wofür wir mit Ihrem Verständnis rechnen." knö



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