Tamedia

Stress um neue Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Bislang wurde die Lohnfortzahlung innerhalb der Mediengruppe Tamedia unterschiedlich gehandhabt
© Raisa Durandi
Bislang wurde die Lohnfortzahlung innerhalb der Mediengruppe Tamedia unterschiedlich gehandhabt
Die Personalkommissionen für die abonnierbaren Tageszeitungen in der Deutschschweiz, also etwa "Tages-Anzeiger" und "Berner Zeitung", sind auf Zinne. Sie protestieren einem Bericht des Branchendienstes persoenlich.com zufolge gegen eine geplante Neuregelung in der Mediengruppe.

Tamedia strebt eine Vereinheitlichung der Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall für die gesamte Unternehmensgruppe an. Das Haus will künftig in den ersten 30 Tagen der Krankheit 100, zwischen dem 31. und 180. Tag 90 und bis zum 730. Krankheitstag 80 Prozent des Bruttolohns zahlen. Die ergänzenden Regelungen zur Lohnfortzahlung sehen bei den Beschäftigungsverhältnissen der Abo-Tageszeitungen offenbar besser aus. Tatsächlich, so Tamedia-Kommunikationschef Christoph Zimmer gegenüber HORIZONT, könne es bei Abwesenheiten über 180 Tage hinaus in Einzelfällen zu Lohneinbussen von bis zu zwölf Prozent kommen. "Im vergangenen Jahr waren allerdings im gesamten Unternehmen Tamedia überhaupt nur sechs der 3650 Mitarbeitenden krankheitsbedingt länger als sechs Monate abwesend", sagt Zimmer. Er verwies zudem darauf, dass andere Mitarbeiter im Unternehmen von der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Neuregelung profitieren würden.

Tamedia hat den Mitarbeitern seinen Plan zur Änderung der Lohnfortzahlung Anfang des Monats mitgeteilt. Bis Ende des Monats können sie Einspruch einlegen. Die Personalkommissionen sind laut persoenlich.com unter anderem auch deshalb erbost, weil in dem Ankündigungsschreiben von Änderungskündigungen die Rede ist, sollte ein Mitarbeiter die Neuregelung nicht akzeptieren.




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