Tamedia

Noch nicht alle Goldbach-Aktionäre überzeugt

Fädelten den Deal zwischen Tamedia und Goldbach ein: (von links) Christoph Tonini, Jens Alder, Pietro Supino, Michi Frank.
zvg.
Fädelten den Deal zwischen Tamedia und Goldbach ein: (von links) Christoph Tonini, Jens Alder, Pietro Supino, Michi Frank.
Das definitive Zwischenergebnis zur Goldbach-Übernahme steht: Wie schon vor knapp einer Woche kommuniziert, haben 89,48 Prozent der Goldbach-Aktionäre ihre Aktien Tamedia angedient. Nun geht das Angebot in die obligatorische Verlängerung.
"Das definitive Zwischenergebnis im Übernahmeangebot von Tamedia für die Goldbach Group liegt vor: Insgesamt wurden bereits 89.48 Prozent der Aktien der Goldbach Group angedient" – immer noch exakt gleich viel wie am 21. März, als das provisorische Ergabnis vorlag. Nun beginnt morgen Dienstag, 27. März, die vorgeschriebene Nachfrist: Aktionäre, die ihre Aktien bisher noch nicht angedient haben, können dies im Rahmen der Nachfrist von zehn Börsentagen zwischen dem 27. März und dem 11. April 2018, 16 Uhr MESZ, nachholen. Tamedia geht davon aus, dass bis zum Ablauf der Nachfrist über 90 Prozent der Goldbach-Aktien angedient werden und beabsichtigt in diesem Fall, die verbleibenden Minderheitsaktionäre nach dem Vollzug im Rahmen einer Barabfindung zu entschädigen und die Goldbach Group zu dekotieren.
Korrigendum
Im ursprünglichen Artikel stand, Tamedia habe "noch nicht genügend Goldbach-Aktionäre überzeugt". Zudem sei die am 27. März beginnende Nachfrist nötig geworden, weil Tamedia nicht "die erforderlichen 90 Prozent" der Goldbach-Aktien angedient worden seien. Beides ist falsch: Die Nachfrist wäre auf jeden Fall angesetzt worden, weil dies so vorgeschrieben ist. Zudem hatte Tamedia als eine Voraussetzung für den Vollzug der Goldbach-Übernahme das Erreichen einer absoluten Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie genannt. Diese Voraussetzung ist mit 89,48 Prozent der angedienten Aktien bei weitem erreicht. Der Einstieg bei Goldbach ist also nicht infrage gestellt, falls auch die Weko zustimmt.

Hinweis: 90 Prozent angediente Aktien zu erreichen ist einzig erforderlich, um jene Aktionäre mit einer Barabfindung entschädigen zu können, die ihre Aktien auch in der Nachfrist nicht verkaufen wollen. Anders gesagt: 90 Prozent sind nötig, damit Tamedia bei Goldbach künftig allein das Sagen hat. Die Nachfirst bietet die Chance, auch diese Limite zu überschreiten.
Am 22. Dezember 2017 hatte die Mediengruppe Tamedia ein öffentliches Kaufangebot für sämtliche Aktien der Goldbach Group AG (ISIN CH0004870942) vorangemeldet. Am 2. Februar 2018 publizierte die Tamedia AG den detaillierten Angebotsprospekt für die Übernahme der Goldbach Group AG zu CHF 35.50 pro Namenaktie. Wie das definitive Zwischenergebnis bestätigt, wurden bis zum Ablauf der Angebotsfrist am 20. März 2018 um 16.00 Uhr 5.631.725 Aktien der Goldbach Group an Tamedia angedient. Dies entspricht 89.48 Prozent der maximalen Anzahl von 6.293.876 Goldbach-Aktien, auf die sich das Angebot bezieht.



Tamedia hat das Angebot unter Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Bedingungen als zustande gekommen erklärt. Das Angebot untersteht weiterhin den Angebotsrestriktionen und -bedingungen gemäss Angebotsprospekt, unter anderem der Zustimmung der Eidgenössischen Wettbewerbskommission. Tamedia und Goldbach rechnen damit, dass diese Zustimmung im Mai oder, im Falle einer vertieften Prüfung, spätestens im September 2018 vorliegen wird. Es wird deshalb erwartet, dass der Vollzug des Angebots, vorbehältlich der Erfüllung sämtlicher Bedingungen des Angebots, wie im Angebotsprospekt vorbehalten entsprechend verschoben wird.
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