Tamedia-Bilanz

Digitale Angebote lindern Minus wegen schwierigem Werbemarkt

 Verleger und Verwaltungsratpräsident Pietro Supino
Verleger und Verwaltungsratpräsident Pietro Supino
Stark rückläufige Anzeigenerlöse drücken das Ergebnis von Tamedia. Positiv stimmt die Unternehmensführung, dass die Erträge aus dem Nutzermarkt stabil sind und bei den Pendlermedien eine weitgehende Kompensation von verlorenen Print- durch wachsende Digitalumsätze gelinge, so Verleger und Verwaltungsratpräsident Pietro Supino: „Dank unserer Strategie der digitalen Transformation und Diversifizierung steht Tamedia trotz der unerfreulichen Werbemarktentwicklung gut da“, fasst er zusammen.

Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat im vergangenen Jahr einen Betriebsertrag von 1 004,8 Millionen Schweizer Franken erzielt, was einem Minus von 5,5 Prozent und 59 Millionen Schweizer Franken entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank aufgrund des rückläufigen Marktumfelds auf 201 Millionen Franken (minus 17,5 Prozent, EBITDA-Marge 20 Prozent). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 113,5 Millionen Franken (minus 13.1 Prozent, EBIT-Marge 11.3 Prozent) zurück. Das Ergebnis liegt bei 122,3 Millionen Franken. Erstmals trugen die publizistischen und kommerziellen digitalen Angeboten mehr als die Hälfte des Ergebnisses bei.  „Auf dieses Unternehmensziel haben wir in den letzten Jahren hingearbeitet, und wir sind stolz, dieses wichtige Zwischenziel erreicht zu haben. Besonders eindrücklich ist diese Entwicklung angesichts der Tatsache, dass unsere digitalen Angebote konsolidiert noch im Jahr 2012 einen Verlust schrieben“, sagt Tamedia-CEO Christoph Tonini.




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