Syndicom

Die Gewerkschaft kritisiert Ringiers schwachen Sozialplan für Druckerei Adligenswil

Ringier schliesst seine Druckerei in Adligenswil, doch der Sozialplan scheint ungenügend zu sein.
zvg
Ringier schliesst seine Druckerei in Adligenswil, doch der Sozialplan scheint ungenügend zu sein.
Die Belegschaft der Zeitungsdruckerei in Adligenswil kritisiert die Ringier-Geschäftsleitung, die die Forderungen der Personalkommission (PKO) und der Gewerkschaften nach einem besseren Sozialplan abgelehnt hat.

 
Konkret fordern die Mitarbeitenden die Ringier-Geschäftsleitung auf, wieder an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. Zuvor habe sie die Mitarbeitenden-Vertreter in Sachen Sozialplan bloss vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Mitarbeitenden prangern deshalb "die Arroganz der Ringier-Verantwortlichen in diesen Verhandlungen an", wie es in einer Mitteilung heisst.

Zwar sei erreicht worden, dass die Löhne bis Ende Dezember garantiert sind, aber Ringier Print lehne Abgangsentschädigungen weiterhin ab und bietet bei den vorzeitigen Pensionierungen nicht Hand für Verbesserungen.




PKO und Gewerkschaften hatten für die Verhandlungen den Sozialplan als Basis benutzt, der damals bei der NZZ ausgehandelt worden war. 2015 hatte auch die NZZ ihre Zeitungsdruckerei geschlossen - dank seriösen und konstruktiven Verhandlungen sei ein guter Sozialplan vereinbart worden.


Für viele sei die Schliessung der Ringier-Druckerei ein Schicksalsschlag, heisst es weiter. Für viele insbesondere Ältere Arbeitnehmende gestaltet sich die Stellensuche als äusserst schwierig. Die Gewerkschaft Syndicom erinnert daran, dass die Geschäftsleitung hatte verlauten lassen, dass sie einen anständigen Abgang in Adligenswil wolle. "Aber dann muss dieser Abgang auch anständig entschädigt sein!", forderte die Belegschaft an einer gestern durchgeführten Versammlung.

Eine Stellungnahme von ringier finden Sie hier.

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