"Südostschweiz"

Gut 700 Personen unterzeichneten SP-Appell gegen Zusammenarbeit mit Blocher-BaZ

Bereits 315 Personen richten einen Appell an Somedia-Chef Hanspeter Lebrument.
Bereits 315 Personen richten einen Appell an Somedia-Chef Hanspeter Lebrument.
Die SP Graubünden lancierte vor Kurzem einen "Appell zur Rettung eigenständiger Medien in der Südostschweiz". Sie ruft darin "Südostschweiz"-Verleger Hanspeter Lebrument dazu auf, die angefachte Kooperation mit der "Basler Zeitung" zu beenden. 726 Personen haben bisher unterschrieben.

Im "Rettungsappell" wird darauf hingewiesen, dass Somedia-Verleger Hanspeter Lebrument einen gemeinsamen Mantelteil mit der 'Basler Zeitung' prüfe. "Er stellt damit die eigenständige und die freiheitliche Ausrichtung seiner Zeitung in Frage." Denn die BaZ Basler Zeitung gehöre zu einem Drittel Christoph Blocher und fahre "eine scharfe rechtspopulistische Linie". Verbunden mit Blochers wirtschaftlicher Macht schade das "dem unabhängigen Journalismus, der Vielfalt und der Demokratie".


Sie appellieren deshalb Lebrument, "die Verhandlungen über eine redaktionelle Zusammenarbeit mit der Basler Zeitung einzustellen!" Und sich stattdessen "für die Erhaltung eigenständiger und freiheitlicher Medien in der Südostschweiz einzusetzen".

Die Unterzeichnenden schreiben ferner, dass sie alle die "Südostschweiz" lesen. "Darum sind wir besorgt." Sie wollten Medien, deren RedaktorInnen eigenständig und mit Bündner- und Glarnersicht über die Schweiz berichten und "keine Agenda im Interesse der Familie Blocher verfolgen".

Zu den 
erstunterzeichnende "Südostschweiz"-Lesenden gehören unter anderem Nationalrätin Silva Semadeni (Chur), der Glarner Landrat Thomas Kistler, die alt Nationalräte Andrea Hämmerle und Martin Bundi sowie die Graubündner Grossrätin Beatrice Baselgia, die zudem in Domat/Ems, am Sitz von Blocher Ems-Chemie einst Gemeindepräsidentin war.

Ob auch die bisher 726 Unterzeichnenden die "Südostschweiz" lesen, ist zumindest fraglich, kommen doch einige aus Zürich oder auch Basel. Aber Letztere lesen vielleicht die BaZ – und wissen dann zumindest, wovon sie reden. knö



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