Studie

Printmedien geniessen eine nach wie vor starke Stellung im Markt

Beim Lesen von Zeitungen werden nur selten andere Medien parallel genutzt - die Aufmerksamkeit für Inhalt (und Werbung) ist entsprechend hoch.
zvg.
Beim Lesen von Zeitungen werden nur selten andere Medien parallel genutzt - die Aufmerksamkeit für Inhalt (und Werbung) ist entsprechend hoch.
Tamedia hat mittels einer Online-Umfrage die Stärken gedruckter Medien untersucht. Die Resultate zeigen, dass die Aufmerksamkeit der Nutzerinnen und Nutzer beim Lesen einer Zeitung oder Zeitschrift hoch ist und auch Print-Werbung beachtet sowie als glaubwürdig eingestuft wird.

Mit über sechs Millionen regelmässiger Nutzerinnen und Nutzer halten gedruckte Medien nach wie vor eine starke Stellung im Schweizer Markt (medienübergreifende Studie "MA Strategy 2017"). Dabei erreichen alleine die Zeitungen und Zeitschriften von Tamedia zwei Drittel der Bevölkerung. Doch vor dem Hintergrund steigender digitaler Nutzung wollte Tamedia herausfinden, wie intensiv ihre Print-Medientitel durch Leserinnen und Lesern genutzt werden und wie diese Werbung in Zeitungen und Zeitschriften wahrnehmen. Dazu hat Tamedia vom 21. Juni bis 9. Juli 2017 eine Online-Umfrage durchgeführt, an der gesamthaft 1.492 Personen in der Deutschschweiz und der Romandie teilgenommen haben.

Diese Titel nahmen teil:
In der Studie berücksichtigt wurden die Medientitel "20 Minuten", "BZ Berner Zeitung" & "Der Bund", "Zürcher Regionalzeitungen", "Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung", "Das Magazin" und "Schweizer Familie" sowie in der Westschweiz "20 minutes", "24 heures", "Le Matin", "Tribune de Genève", "Le Matin Dimanche" und "Femina".

Print geniesst die volle Aufmerksamkeit

Die Resultate der repräsentativen Studie zeigen, dass über 75 Prozent der Befragten mindestens drei Viertel einer Zeitung oder Zeitschrift lesen. Die Deutschweizer verbringen dabei durschnittlich eine gute halbe Stunde beim Lesen, während die Westschweizer nach eigenen Angaben im Durchschnitt rund zwanzig Minuten für eine Ausgabe aufwenden. Während des Lesens konzentrieren sich die meisten Nutzer vollständig auf die jeweilige Zeitung oder Zeitschrift. Nur wenige nutzen parallel dazu eher bis sehr häufig ein stationäres (PC oder Laptop, 13 Prozent) oder mobiles Gerät (Smartphone oder Tablet, 23 Prozent) oder schauen gleichzeitig TV (23 Prozent). Rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) gibt an, während des Zeitung- oder Zeitschriftenlesens Radio zu hören.

Dank der fokussierten Nutzung geniesst Print-Werbung eine hohe Wahrnehmung: Rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer beachten Print-Anzeigen beim Lesen einer Zeitung oder Zeitschrift – zumindest dann, wenn sie das Produkt interessiert. Darüber hinaus wird Werbung in Zeitungen und Zeitschriften als glaubwürdiger und informativer als TV-Werbung empfunden und sie wird von den Befragten als deutlich weniger störend eingestuft.

Methodischer Steckbrief

1.492 Personen aus dem bevölkerungsrepräsentativen Online-Panel von Tamedia und dem Link Institut für Umfrageforschung haben zwischen dem 21. Juni und dem 9. Juli 2017 an der Online-Befragung von Tamedia teilgenommen. Nach der Erhebung wurden die Daten nach Geschlecht, Alter, Bildung, Erwerbstätigkeit, Einkommen sowie Wirtschaftsgebiet gemäss der medienübergreifenden Studie MA Strategy gewichtet und sind repräsentativ für Personen aus der Deutschschweiz und der Romandie, die mindestens einmal pro Woche das Internet nutzen. Der Vertrauensbereich auf die Gesamtstichprobe beträgt +/- 2.6 Prozent.

Eine Zusammenfassung der Studie ist hier verfügbar.



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