Studie

Junge Leute stehen voll auf Aussenwerbung

Eine Umfrage von Innofact – im Auftrag der APG – zeigt: Die Deutsch- und Westschweizer mögen Werbung am liebsten auf Plakaten, aber auch Inserate sind sehr gut akzeptiert. Junge Leute stehen ebenfalls auf Plakate, dann auf Verkehrsmittelwerbung und digitale Screens an Bahnhöfen – also auf alles, was die APG im Angebot führt.
Innofact hat für die Studie insgesamt 1028 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt, und zwar zwischen dem 8. und 13. August 2017. Der Hälfte der Befragten wurde die Frage gestellt, in welchen Medien und Werbekanäle sie Werbung sympathisch finden. Der andern Hälfte stellte man exakt die umgekehrte Frage: In welchen Medien sie Werbung als störend oder hinderlich bei der Benützung des Mediums finden. Das Resultat: 81 Prozent der "Sympathie-Gruppe" finden Plakate sympathisch oder sehr sympathisch, 75 Prozent mögen Werbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln, und ähnlich viele finden auch Werbung in Zeitschriften (72 Prozent) und Zeitungen (71 Prozent) sehr okay. Werbung im Internet (36 Prozent), im eigenen Briefkasten (Direktwerbung, 38 Prozent), im TV und Radio (je 47 Prozent) steht dagegen am Ende der Sympathieliste.

Im Mittelfeld bewegen sich Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf digitalen Bildschirmen in Verkaufsstellen, auf ebensolchen Screens in Bahnhöfen sowie an Promotionsständen im öffentlichen Raum und im Kino.

Plakat erweist sich in beiden Frageformen als die akzeptierteste Werbeform

Etwas anders fielen die Antworten der Gruppe aus, die nach dem "Stör-Potenzial" gefragt wurden: In diesem Fall fanden 73 Prozent TV-Werbung als besonders störend, gefolgt von Internetwerbung (70 Prozent), Direktwerbung (56 Prozent) und Radiowerbung (51 Prozent). Am wenigsten Menschen stören sich dagegen an der Plakatwerbung (10 Prozent). Damit schnitt die (klassische) Aussenwerbung von allen genannten Werbeformen in beiden Gruppen am besten ab.

Interessant auch: Wurde positiv gefragt, sagten 56 Prozent, dass sie Werbung generell (unabhängig vom Werbeträger) als "sympathisch" oder "sehr sympathisch" erachten. Im andern Fall sagten 38 Prozent, dass sie Werbung als "störend" oder "sehr störend" empfinden.

Der Röstigraben trennt hier kaum

Wertet man die Antworten nach Sprachregionen aus, zeigen sich zwischen Deutsch- und Westschweiz nur relativ geringe Unterschiede in der Wahrnehmung der WerbeträgerEine Ausnahme sind "Promotionsstände im öffentlichen Raum". Diese werden von Westschweizern als "sympathischer" beurteilt als von Deutschschweizern. Für Deutschschweizer ist "Fernsehwerbung" deutlich "störender".

Was die APG tut, ist für die Jungen okay

Unterscheidet man nach dem Alter, so kann man feststellen, dass Plakatwerbung in allen Altersgruppen die beliebteste Werbeform ist. So nennen die Jungen (15 bis 29 Jahre) in der Sympathie-Skala das Plakat mit 78 Prozent, die Werbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln mit 76 Prozent, Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln und Werbung auf Bahnhof-Screens mit 70 Prozent. Die Printwerbung folgt erst auf den Rängen 5 und 6. Das heisst im Prinzip nichts anderes, als dass all jene Werbeträger bei den Jungen hoch im Kurs sind, die die APG im Portfolio hat: Plakat, Werbung auf und in Tram und Bus, sowie Screens an Bahnhöfen.
Kommentar:
Die Resultate der vorliegenden Studie sind zweifellos interessant, umso mehr als wesentliche Fragen einmal positiv, einmal negativ formuliert gestellt wurden – und erst noch an zwei verschiedene Gruppen. Allerdings haben die verschiedenen Werbeträger der APG mit vier von 13 abgefragten Medien etwas viel Gewicht. Dass die Studien-Auftraggeberin wissen will, wie ihre Medien ankommen, ist zwar nachvollziehbar, doch hätte entsprechend auch bei andern Werbeträgern eine etwas differenzierte Befragung erfolgen sollen: Bei TV etwa nach der Länge der Werbeblocks (2 Minuten und 5 Minuten) und nach Unterbrecherwerbung, bei Print nach Inseraten, Umschlageinkleidungen und Beilagen, bei Internet nach Banner, Pop-up, Prerolls etc. Dadurch hätte die Studie an Aussagekraft gewonnen.

Markus Knöpfli
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Zwei Drittel aller Befragten sind zudem der Meinung, dass Werbung auf Plakaten, in Zeitschriften / Magazinen und über Promotionsstände besonders nützlich sein kann bzw. Informationen besonders gut vermittelt. Und unabhängig vom Werbeträger betrachten mit 53 Prozent immerhin mehr als die Hälfte der Befragten Werbung als "nützlich" oder "sehr nützlich". Ebenso viele sind der Meinung, dass generell mittels Werbung Informationen "gut" oder "sehr gut" vermittelt werden können.

Die Studie ist hier downloadbarknö



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