Somedia

Auch das Churer Medienhaus legt Redaktionen zusammen

Die Layouts und die Inhalte von Bündner Tagblatt und Südostschweiz gleichen sich weitgehend an. Das neue Zeitungskonzept wird Mitte April umgesetzt.
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Die Layouts und die Inhalte von Bündner Tagblatt und Südostschweiz gleichen sich weitgehend an. Das neue Zeitungskonzept wird Mitte April umgesetzt.
Die deutschsprachigen Tageszeitungen von Somedia werden künftig in Graubünden von einer zusammengeführten Redaktion betreut. Dadurch werden Kosten gespart. Die Zusammenarbeit beginnt in diesen Tagen, die Umsetzung erfolgt auf Mitte April.
So wie Tamedia den Manteil ihrer Zeitungen seit Kurzem in einer zentralen Redaktion herstellt und dasselbe auch die Regionalzeitungen von AZ Medien und NZZ vorhaben, genauso geht nun auch Somedia vor. "Die Herausgabe von zwei Tageszeitungen im Wirtschaftsraum Graubünden mit zwei getrennten Redaktionen ist zunehmend schwierig zu finanzieren", heisst es in einer Mitteilung. Somedia wird deshalb das "Bündner Tagblatt" und die "Südostschweiz" künftig durch eine gemeinsame Redaktion erstellen lassen. Zwar bleiben beide Titel erhalten, aber der Anteil an gemeinsamen redaktionellen Teilen vergrössert. Auch das Layout wird vereinheitlicht. Allerdings wird der Untertitel der "Südostschweiz" "im Sinne einer Rückbesinnung auf das Bewährte" wieder "Bündner Zeitung" heissen.

Somedia stelle mit diesem Schritt sicher, "dass die Redaktionen trotz deutlich geringerer Einnahmen auch in Zukunft eine vielfältige und wirtschaftlich unabhängige Berichterstattung aus und für Graubünden garantieren können", heisst es in der Mitteilung.



Die neu zu bildende gemeinsame Redaktion für beide Titel wird sich aus Mitarbeitenden der bisherigen Redaktionen zusammensetzen. Die genaue personelle Besetzung wird in den kommenden Monaten bestimmt. Klar ist aber, dass die beiden heutigen Chefredaktoren, Martina Fehr und Luzi Bürkli, Einsitz in die neue Chefredaktion nehmen werden. Die geplanten Massnahmen würden "zu einem möglichen Stellenabbau in den Redaktionen und allenfalls in den technischen Abtielungen der Zeitungen führen", heisst es weiter. Nähere Angaben seien derzeit aber noch nicht möglich, zumal auch ein arbeitsrechtliches Konsultationsverfahren für die Mitarbeitenden in Begelitung des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Kiga) eingeleitet worden sei.
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