Seit 50 Jahren tätig

Schweizerische Lauterkeitskommission feiert mit Humor

Werbung, die täuschen will, macht den Konsumenten eine lange Nase. Mit diesem Sujet wirbt die Lauterkeitskommission für faire Werbung – anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums.
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Werbung, die täuschen will, macht den Konsumenten eine lange Nase. Mit diesem Sujet wirbt die Lauterkeitskommission für faire Werbung – anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums.
Ein aggressives Stück Torte, eine unzüchtige Banane sowie ein Eis am Stiel, das uns eine lange Nase macht – sie werben seit gestern in drei Sprachen für faire Werbung. Und sie weisen darauf hin, dass die Werbebranche seit 50 Jahren um Selbstregulierung bemüht ist.

Das "schlüpfrigste" der drei Sujets, mit dem die Lauterkeitskommission derzeit wirbt.
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Das "schlüpfrigste" der drei Sujets, mit dem die Lauterkeitskommission derzeit wirbt.
Die offizielle Geschichte der Lauterkeitskommission beginnt mit ihrer ersten konstituierenden Sitzung am 1. September 1966. Und just 50 Jahre später, am 1. September 2016, lanciert sie nun eine augen­zwinkernde Werbekampagne mit drei Sujets zu den häufigsten Beschwerdegründen: Eine bestimmte Werbung sei aggressiv, ge­schlechterdiskriminierend oder täuschend, heisst es in den Eingaben an die Kommission immer wieder. Für diese drei Hauptgründe stehen ein Stück Torte, das angriffslustig seine "Zähne" bleckt, eine Banane, die ihre Schale unzüchtig schürzt, sowie ein Eis am Stiel, das uns eine lange Nase macht.
Seit 50 Jahren wehrt sich die Lauterkeitskommission gegen einen zu aggressiven Werbestil.
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Seit 50 Jahren wehrt sich die Lauterkeitskommission gegen einen zu aggressiven Werbestil.
Ermöglicht wurde die Kampagne dank der Unterstützung von Havas (Artwork), APG (Plakatstellen), mediaschneider (Freespace), Christinger Partner (Plakatdruck) sowie diversen Sponsoren.
100 Beschwerden pro Jahr
Heute beurteilen drei Kammern der Lauterkeitskommission rund 100 Beschwerden pro Jahr. Paritätisch vertreten sind darin die Branchenorganisationen für Konsumentinnen und Konsumenten, Medienschaffende/PR sowie die kommerzielle Kommunikation. Unterstützt werden sie von einem Gremium von Fachexpertinnen und -experten, unter anderem aus dem Bundesamt für Gesundheit, dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich, der Lotterie- und Wettkommission Comlot und aus dem Institut für Geistiges Eigentum, die allesamt ohne Entschädigung arbeiten. Präsidiert wird die Schweizerische Lauterkeitskommission seit 2012 von Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach.
Ihr 50-Jahr-Jubiläum begeht die Lauterkeitskommission mit verschiedenen Aktivitäten und Anlässen. Neben der Kommunikationsbranche sollen damit auch Politik, Medien und Konsumenten verstärkt für die Bedeutung der Selbstregulierung sensibilisiert werden. Diese Aktivitäten starteten Anfang März im Rahmen eines Sessionsanlasses der parlamentarischen Gruppe Medien und Kommunikation mit einem Votum zugunsten der Selbstregulierung von Bundesrätin Doris Leuthard, die wie Ständerätin Pascale Bruderer einst die SLK präsidiert hat. Ausklingen werden die Aktivitäten mit einer Ausstellung über aussergewöhnlicher Fälle aus der Praxis in der ADC-Galerie (27. Oktober bis 10. November 2016) sowie eine Tagung am Europa Institut der Universität Zürich (29. november 2016) zum Thema "50 Jahre Schweizerische Lauterkeitskommission – die Werbepraxis auf dem Prüfstand".
Wer für die Kampagne zuständig ist:
Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Folker Wrage (CCO), Michael Kathe (CD), Silja Rast (Text), Joy Guerotto (Art Direction), Alexandra Hofmänner (Beratung), Toni Gadza, Noemi Rubera (Print Produktion). Verantwortlich bei Fluxif: Achille Lietha (Concept Art Direction/Compositing), Filip.Frisk (3D-Artist), Martin Hernblad, (3D-Artist), Ashleigh Leeann Foo Chong (Concept Art). Verantwortlich bei der Stiftung Schweizer Werbung für die Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation: Ursula Gamper (Geschäftsstelle), Thomas Meier (Medienbeauftragter).

 




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