Schweizerische Nationalbibliothek

Gottlieb Duttweilers "Die Tat" ist jetzt online

"Tat"-Ausgabe aus dem Jahr 1978
rero.ch
"Tat"-Ausgabe aus dem Jahr 1978
"Die Tat" wurde 1935 als Wochenzeitung vom Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler ins Leben gerufen, ab 1939 als Tageszeitung weitergeführt, sie erschien bis 1978. Jetzt hat die Schweizerische Nationalbibliothek alle Jahrgänge auch online verfügbar gemacht.
Die "Retrodigitalisierung" alter Zeitungsbestände ist zeitaufwendig und kostspielig. Die Schweizerische Nationalbibliothek aktualisiert laufend Titel aus ihren Beständen, um sie für die Forschung leichter zugänglich zu machen, etwa durch die Möglichkeit der Volltext-Recherche. Die Plattform Schweizer Pressearchive umfasste bisher 31 Titel. Dank der Zusammenarbeit mit dem Historischen Firmenarchiv des Migros-Genossenschafts-Bundes ist die nun auch "Die Tat" verfügbar.

"Tat"-Ausgabe aus dem Jahr 1978
"Tat"-Ausgabe aus dem Jahr 1978 (© rero.ch)
Die Zeitung war eine wichtige liberale Pressestimme in der Schweiz und erreichte internationales Ansehen durch den Kulturteil. So wurden dort etwa die Gedichte von Paul Celan, einem der wichtigsten Lyriker der deutschen Moderne, erstmals veröffentlicht. "Die Tat" wurde vor allem durch Erwin Jaeckle (1909–1997) und Max Rychner (1897–1965) geprägt. Jaeckle führte als Chefredaktor früh schon ganze Fotoseiten ein. Rychner entwickelte den Kulturteil in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der wichtigsten im deutschen Sprachraum.



Zu den festen Mitarbeitern gehörten prominente Namen wie der Kunsthistoriker Gustav René Hocke, der Zukunftsforscher Robert Jungk, der Historiker Herbert Lüthy und der Germanist Walter Muschg.
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