"Schweiz am Sonntag"

Gedruckte Ausgabe steht offenbar zur Diskussion

Peter Wanner überlegt sich offenbar, wie es mit der "Schweiz am Sonntag" weiter gehen soll.
Peter Wanner überlegt sich offenbar, wie es mit der "Schweiz am Sonntag" weiter gehen soll.
Glaubt man der "NZZ am Sonntag", wird der Verwaltungsrat der AZ Medien demnächst über die Einstellung der "Schweiz am Sonntag" entscheiden. Vermutlich geht es aber um die Frage, ob das Blatt noch gedruckt oder nur noch digital ausgeliefert werden soll. Letzteres wäre wahrscheinlich keine gute Idee.
Gemäss "Tages-Anzeiger" von heute dementiert Verleger Peter Wanner nicht wirklich, teilte aber mit: "Die Entscheidung ist noch nicht gefallen." Und Chefredaktor Patrik Müller twitterte wörtlich: "Die Idee ist eine ganz andere: wir kommen einen Tag früher heraus und am Sonntag digital."

Wie dem auch sei: Die "Schweiz am Sonntag", Ausgabe Nordwestschweiz, hat in den letzten drei Jahren 84.000 Leser verloren, das entspricht mehr als einem Viertel (-27 Prozent). Die Zahl der Abos nahm in derselben Zeit um 21.630 oder 17 Prozent ab. Vor allem aber weist die *Schweiz am Sonntag" nur gerade 2000 E-Paper-Leser aus -und genau so viele E-Paper-Abos verkauft sie derzeit auch.



Das zeigt: Verschwindet die gedruckte "Schweiz am Sonntag", überlässt Wanner Tamedia das strategisch wichtige Feld in Basel, wo die "SonntagsZeitung" dank stark vergünstigtem Kombi-Abo mit der "Basler Zeitung" bereits 148.000 Leser hat – und damit seit drei Jahren stabil ist. Wanner wird sich also gut überlegen müssen, ob sein Sonntagsblatt nur noch digital herauskommen soll.


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