SVP-Interesse an "Blick"

"Alles war ganz anders", sagt Martin Wagner in der "Schweiz am Wochenende"

Dünne Story: Martin Wagner darf der "Schweiz am Wochenende" auf einer ganzen Seite seine Version des Kaufangebots für "Blick" ausbreiten – er wird mit keiner Silbe hinterfragt.
Dünne Story: Martin Wagner darf der "Schweiz am Wochenende" auf einer ganzen Seite seine Version des Kaufangebots für "Blick" ausbreiten – er wird mit keiner Silbe hinterfragt.
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BaZ-Rechtsanwalt Martin Wagner, der gemäss "NZZ am Sonntag" Ringier 230 Millionen Franken für die "Blick"-Gruppe geboten haben soll, tischt nun in der "Schweiz am Wochenende" eine ganz andere Version der Geschichte auf. Mit der SVP habe die Kaufofferte nichts zu tun, vielmehr beabsichtigte er und die Investoren, die "Blick"-Gruppe "zu einer Bezahl-Plattform für weltweit exklusiven Sport-Content umzufunktionieren".
Im übrigen habe er 200 Millionen Franken geboten, und Investoren habe er nicht genannt. Die Geschichte klingt ziemlich abstrus, doch die "Schweiz am Wochenende" bringt Wagners Version eins zu eins, ohne sie auch nur mit einem Wort zu hinterfragen. Dabei stellen sich Dutzende von Fragen. Etwa: Macht es wirklich Sinn, ausgerechnet die "Blick"-Gruppe aus der kleinen Schweiz zu einer weltweiten Sportplattform zu machen? Aber urteilen Sie selbst.

Gemäss "Tages-Anzeiger" und SDA hat Ringier am vergangenen Wochenende bestätigt, dass Martin Wagner eine Kaufofferte über 200 Millionen Franken für die "Blick"-Gruppe (Print + Online) gemacht hatte. Dabei sei auch der Name von SVP-Mitglied Walter Frey genannt worden. Gemäss Tagi und SDA bestreiten Frey und auch Christoph Blocher jedoch, an der Kaufofferte beteiligt zu sein.

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