SRG

"Tages-Anzeiger": Vertrauen in oberste Chefetage gering

Die SRG hat in ihrem Geschäftsbericht 2015 offenbar nicht alle Informationen preisgegeben
Die SRG hat in ihrem Geschäftsbericht 2015 offenbar nicht alle Informationen preisgegeben
Die Zufriedenheit des Personals "mit den Vorgesetzten ist bis 2013 gestiegen, 2015 aber wieder leicht zurückgegangen", heißt es im SRG-Geschäftsbericht 2015 lapidar. Das sei aber nicht die ganze Wahrheit, berichtet der "Tages-Anzeiger".

Das Blatt beruft sich auf eine ihm vorliegende SRG-Mitarbeiterumfrage aus dem Jahr 2015. Demnach sei in dem Geschäftsbericht bei den "Vorgesetzten" nur von den direkten Vorgesetzten der Mitarbeitenden die Rede gewesen. Sie bekamen durchschnittlich 75 von 100 möglichen Bewertungspunkten. Laut "TA" (kostenpflichtig) erhielt die Geschäftsleitung in Person von Generaldirektor Roger de Weck und SRF-Direktor Ruedi Matter jedoch nur 50 bis 60 Punkte. Diese Ergebnisse, die signifikant von denen der direkten Vorgesetzten abweichen, fanden keine Erwähnung.

In einer Stellungnahme erklärt die SRG die schlechten Umfragewerte nach "TA"-Angaben damit, dass Geschäftsführungen von Mitarbeitern grundsätzlich kritischer bewertet würden und von Mitarbeitern in Medienhäusern noch schärfer.




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