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RSI will sein Programm auf HbbTV zur Verfügung stellen

RSI schaut in die Zukunft und will sein Angebot über HbbTV zugänglicher machen.
RSI schaut in die Zukunft und will sein Angebot über HbbTV zugänglicher machen.
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RSI wird zu Beginn des kommenden Jahrzehnts das völlig neue Angebot "Web La 2" lancieren: mobil, online und im interaktiven Smart-TV (dem digitalen Nachfolger des analogen Teletexts, auch HbbTV genannt). "Web La 2" soll den Fernsehkanal RSI La 2 ablösen und dem Publikum mehr bieten als heute.
Die Lancierung des neuen Angebots geht auf einen Antrag der SRG-Geschäftsleitung zurück, die regelmässig das Angebot überprüft. Daraufhin hat der RSI-Verwaltungsrat die Umsetzung des Projekts "Digitale Publikumsnähe" (VPD, vicinanza al pubblico digitale) in der italienischen Schweiz beschlossen. Web La 2 ist der Hauptteil davon.

Der Hintergrund: RSI hat weit weniger Mittel als SRF in der Deutschschweiz und RTS in der Romandie; so ist für RSI das Betreiben zweier Fernsehkanäle anspruchsvoll und eine digitale Alternative zum zweiten Kanal vielversprechend. Wegen gänzlich anderer Ausgangslage sei "Digitale Publikumsnähe" ein spezifisches Vorhaben der italienischen Schweiz und kein Pionier-Projekt für andere Landesteile, heisst es in einem Communiqué. Die SRG optimiere ihr Angebot gemäss den Besonderheiten eines jeden Landesteils.

Sind im Zuge mehrjähriger Vorarbeiten die technologischen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben, wird RSI trotz knapper Mittel ein reichhaltigeres Programm-Angebot bereitstellen können: "Web La 2" wird den herkömmlichen Fernsehkanal RSI La 1 gut ergänzen; das hat eine Machbarkeitsstudie belegt. Auch wird auf "Web La 2" eine gebietsnahe Berichterstattung - zum Beispiel bei Sportübertragungen - leichter. RSI-Direktor Maurizio Canetta: "Dieses Vorhaben weist in die digitale Zukunft. RSI kommt den Bedürfnissen des Publikums in der italienischen Schweiz entgegen. Und rückt näher zu den Jungen."
Das ist HbbTV
Smart TV, HbbTV, Connected TV, Hybrides Fernsehen, Net-TV – grundsätzlich geht es bei all diesen Begriffen um verschiedene Standards für die Verschmelzung vom herkömmlichen Fernsehen mit dem Internet. Die SRG verwendet in ihrem Smart TV-Angebot den HbbTV-Standard. HbbTV steht für Hybrid broadcast broadband TV und ist der Nachfolger vom Teletext – mit dem Unterscheid, dass über diese neue Form des Teletext auch Bilder und Bewegtbilder übertragen lassen – und dass er auch Interaktivität zulässt. So lassen sich über HbbTV beispielsweise Zusatzinformationen aus einem laufenden Programm abrufen oder man kann sich über Televoting aktiv am Geschehen beteiligen. Beim Einschalten oder nach einem Programmwechsel macht ein kurzer Einblender darauf aufmerksam, dass solche Zusatzinfos per Knopfdruck verfügbar sind (Red-Button-Funktion). Weitere Informationen unter www.broadcast.ch.
Hinweis: Ein Interview mit Maurizio Canetta finden Sie hier.


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