SRF-Direktion

Das mediale Kandidatenkarussel für die Matter-Nachfolge dreht sich bereits

Diejenigen Medien, die schon jetzt auf mögliche Nachfolgende von Ruedi Matter tippen, nennen Nathalie Wappler (links) und Ladina Heimgartner als Erstes.
©ARD / SRG
Diejenigen Medien, die schon jetzt auf mögliche Nachfolgende von Ruedi Matter tippen, nennen Nathalie Wappler (links) und Ladina Heimgartner als Erstes.
Kaum ist bekannt, dass ein Nachfolger für SRF-Direktor Ruedi Matter gesucht wird, beginnt sich das – vorerst primär – mediale Kandidatenkarussel zu drehen. Es sind vor allem Ringier-Medien, die schon jetzt über mögliche Personen werweissen – derzeit noch alles SRG-Insider.
Gestern Donnerstag gab die SRG bekannt, ab April die Nachfolge für den Ende 2018 abtretenden Matter lancieren zu wollen. Der "Blick" nennt deshalb gleich sechs Personen, die seines Erachtens infrage kommen. Als Erstes genannt wird Ladina Heimgartner (38), seit letztem Herbst Stellvertrteterin von SRG-Generaldirektor Gilles Marchand. Sie sei im Zusammenhang mit der "No Billag"-Abstimmung zu "absoluten SRG-Galionsfigur der SRG" geworden, behauptet er. Das sieht übrigens der "Tages-Anzeiger ähnlich: Die Rätoromanin sei eine "Sympathieträgerin" für die SRG.

Zwei weitere Personen werden gleich von drei Medien ins Spiel gebracht – neben dem "Blick" und dem "Tagi" auch von der "Schweizer Illustrierten": Nathalie Wappler (50) und Urs Leuthard (55). Wappler ist aktuell in Deutschland als MDR-Programmdirektorin tätig und führte bis Ende 2016 die SRF-Kulturabteilung. Leuthard (55) leitete in den letzten sechs Jahren die Redaktion der "Tagesschau", gibt diese Funktion demnächst aber ab, um sich auf die Umsetzung des Newsroom-Konzeptes zu konzentrieren, wie SRF kürzlich mitteilte. Urs Leuthard sei SRG intern sehr beliebt, merkt der "Tagi" an. Die SI erinnert allerdings daran, dass Leuthard nur dann als SRF-Direktor infrage käme, wenn Bundesrätin Doris Leuthard wie von vielen erwartet tatsächlich demnächst abtritt. Die Medienministerin ist die Cousine von Urs Leuthard, weshalb laut SI "die familiäre Nähe" zu gross sein würde, wenn sie für die SRG zuständig bliebe und er gleichzeitig SRF-Direktor würde.



Der "Blick" tippt noch auf weitere Personen: So auf "10vor10"-Moderatorin Susanne Wille (43). Sie sei bei den Zuschauern enorm beliebt, schreibt die Boulevardzeitung. Und die SRF bekäme mit ihr ein charmantes "weiblicheres" Gesicht.


Dann behauptet das Blatt, dass auch Ingrid Deltenre (58) als mögliche Nachfolgerin gehandelt werde. Von 2004 bis 2009 war sie bereits Direktorin des Schweizer Fernsehens, und von 2010 bis 2017 Leiterin der Generaldirektion der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf. Schliesslich können sich gemäss "Blick" auch Hansruedi Schoch (52) und Tristan Brenn (52) Chancen auf den Direktoren-Posten ausrechnen. Schoch ist derzeit derzeitiger Leiter Programme bei SRF und "damit die zentrale Figur hinter den Kulissen des SRF". Brenn hingegen ist Chefredaktor TV bei SRF.
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