Syndicom und Impressum

Protestaktion der SDA-Belegschaft angekündigt

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Heute Mittag wird die SDA-Belegschaft in Bern eine Protestaktion durchführen. Sie fordert von Management und Verwaltungsrat, dass "der Abbau, der sich bereits in vollem Gang befindet", sofort sistiert wird.

 Die Gewerkschaften Syndicom und Impressum teilen mit, dass die Aktion "eine direkte Reaktion auf die weiter andauernde Planlosigkeit der Direktion" sei, die sich am vergangenen Donnerstag an einer Aussprache mit der Chefredaktion bestätigt habe: Das SDA-Management hatte die Mitarbeitenden an Informationsanlässen über ihre Zukunftspläne informiert, wobei klar geworden sei, dass das Management schon vor der Schlichtung bei der eidgenössischen Einigungsstelle vollendete Tatsachen schaffen und den Abbau durchziehen wolle.

Zudem herrsche gemäss Gewerkschaften Unklarheit darüber, wie der SDA-Betrieb in den kommenden Wochen und Monaten aufrechterhalten werden kann. Grund dafür seien neben dem bereits beschlossenen Abbau die grosse Anzahl "freiwilliger" Kündigungen Mitarbeitenden. Die Arbeitspläne könnten deshalb derzeit nur mit Verspätung und mit Fragezeichen erstellt werden, da niemand weiss, wann welcher Mitarbeitende mit wie vielen Stellenprozenten angestellt ist oder nicht, beziehungsweise ab wann die Kündigungen wirksam werden. Gemäss Gewerkschaften existiert offenbar eine Weisung der Geschäftsleitung, dass momentan keine Stellen ausgeschrieben werden dürfen. "Eine offizielle Kommunikation zwischen Direktion und Redaktion findet derzeit aber nicht statt." Die heutige Aktion richtet sich denn auch gegen dieses 
Verhalten der Geschäftsführung. Unter dem Motto "Die SDA löst sich auf! – Abbau stoppen" werden rund vierzig Personen auf dem Berner Waisenhausplatz den SDA-Schriftzug bilden und dann langsam "wegbröckeln".




Syndicom und Impressum fordern, dass "der Abbau, der sich bereits in vollem Gang befindet", unverzüglich sistiert wird, bis die Arbeiten mit der eidgenössischen Einigungsstelle abgeschlossen sind. Die Belegschaft fordert vom Management weiterhin eine erkennbare Zukunftsstrategie, eine Reduktion des Stellenabbaus und einen anständigen Sozialplan für von einer Entlassung betroffenen Angestellten.


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