SDA

Der Streik geht heute weiter

zvg.
Themenseiten zu diesem Artikel:
Der erste Streiktag des SDA-Personals hat seine Wirkung nicht verfehlt: Die SDA-Leitung konnte angesichts der Arbeitsniederlegung nur einen Notdienst aufrecht erhalten. Das mediale Echo war enorm. Doch die geforderte Sitzung mit dem SDA-Verwaltungsrat kam bisher nicht zustande.
Dass sich die SDA-Leitung weiterhin nicht für konkrete Gespräche bei der Redaktionskommission gemeldet hat, bestätige das bisherige rücksichtlose Verhalten der Leitung, schrieben die streikenden SDA-Mitarbeitenden. Die Reaktionen in den Medien hingegen zeigen, dass eine Lösung möglich ist. So konnte man in der Presse lesen, dass der Verwaltungsrat (erst jetzt!) nach einem Termin für Gespräche sucht. Das SDA-Personal begrüsst die Absicht, ist aber entschlossen, den Streik erst niederzulegen, wenn konkrete Ergebnisse auf dem Tisch liegen.

Die Reaktionen auf den Streik bei der SDA zeugten von der grossen Solidarität für den Kampf um Arbeitsplätze und die mediale Grundversorgung der Schweiz.

Neben der Politik, den Berufskollegen und -kolleginnen hat sich mittlerweile auch der Bundesrat in der Person von Medienministerin Doris Leuthard zu Wort gemeldet. "Ich verfolge die Diskussion und mache mir natürlich auch Sorgen." Denn hier gehe es auch um Qualitätsjournalismus, so die Vorsteherin des Bundesamts für Kommunikation. Vor allem für kleinere Verlage, die sich nicht in jedem Bereich eigene Journalisten leisten könnten, sei die SDA zentral.

Der Entscheid, den Streik in den zweiten Tag zu tragen, fiel an der abendlichen Personalversammlung einstimmig, teilten die SDA-Mitarbeitenden mit. Ein Niederlegen der Streikaktivitäten sei angesichts des Schweigens seitens der Geschäftsleitung in keinem Moment Gegenstand der Debatte. Das Personal habe sich entschlossen gezeigt, bis zu konkreten Angeboten den Streik fortzuführen.

stats