SBB

So viel Extrazüge wie noch nie in diesem Sommer

Plakatflächen an Bahnhöfen weisen an Wochenenden mit Grossanlässen deutlich höhere Frequenzen aus.
APG
Plakatflächen an Bahnhöfen weisen an Wochenenden mit Grossanlässen deutlich höhere Frequenzen aus.
Im Sommer 2016 befördert die SBB so viele Reisende wie noch nie zu Grossveranstaltungen: Von Mai bis heute hat sie bereits 1200 Extrazüge eingesetzt, bis zum Abschluss der Sommersaison werden es insgesamt gegen 1300 sein. Das freut nicht nur die SBB, die Veranstalter und die Besucher selbst, sondern auch die APG als Aussenwerbepartner der SBB sowie deren Werbekunden.
Zum Abschluss der Sommersaison haben die SBB noch einmal 84 Extrazüge angekündigt – zu Veranstaltungen wie der Street Parade (13.8.), dem Openair Gampel (18.-21.8.) oder dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (26.-28.8.). An der Streetparade kommen 18 Extrazüge zum Einsatz, denn für keinen anderen eintägigen Anlass reisen so viele Menschen aus der ganzen Schweiz nach Zürich. Für das Openair Gampel fahren fünf Extrazüge (vor allem für die Rückfahrten am Sonntag), auch am Zürich Openair (24.-27.8.) sind 30 Extrazüge nach Glattbrugg und zurück nötig. Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Estavayer 2016 rechnet man mit 250.000 Schwingfans und 13 Extratzügen. Und das Konzert Energy Air in Bern (3.9.) bindet zehn Extrazüge. Kurz: Die SBB ist während des Eventsommers 2016 insgesamt an gegen 80 Anlässen mit über 300 Extrazügen und einem personellen Grossaufgebot im Einsatz.

Welche Bedeutung haben solche Grossanlässe mit Extrazügen und zusätzlichen Reisenden für die Aussenwerberin APG, die an SBB-Bahnhöfen die Plakatstellen betreibt? HORIZONT Swiss fragte bei APG-Sprecher Chris Mühlemann nach. Seine Antwort: "Grossevents wie Zürifäscht, Streetparade, MUBA, Autosalon, Film Festival Locarno, Uhren-Schmuckmesse, WEF, Art Basel, Eidgenössisches Schwingfest etc. wirken sich positiv auf die Nachfrage und die Auslastung der Werbestandorte aus", sagt er. Allerdings sei diese Nachfrage nicht gekoppelt an die Anzahl Extrazüge, sondern vielmehr an der Anzahl der erwarteten, zusätzlichen Besucher. Zudem würden solche Grossanlässe von Werbetreibenden ja gezielt beworben. "Hierzu werden zum Teil spezifische Angebote seitens APG|SGA geschnürt und kundenseitig werden auch zusätzliche Budgets gesprochen."

Dank digitalen Stellen sind kurzfristige Buchungen möglich

Allerdings habe die APG keine lückenlose Kenntnis der eingesetzten SBB-Extrazüge. Ein eigens auf die Extrazüge ausgerichtetes Angebot existiert deshalb nicht. Immerhin: Die APG verfügt dank der langjährigen Partnerschaft mit den SBB  über Erfahrungswerte der jährlich wiederkehrenden Grossveranstaltungen. "Dadurch und dank der neuen digitalen Werbeträger ist es den Kunden möglich, die Werbepräsenz bei Bedarf kurzfristig zu erhöhen und auszubauen", hält Mühlemann fest.

Das höhere Bahnverkehrsaufkommen an diversen Wochenenden schlage sich aber nicht in extra höheren Preisen bei Grossanlässe nieder, stellte Mühlemann klar. Denn die Plakatreichweiten von SPR+ ermittle die möglichen Kontaktwerte der Bahnhofsflächen im Jahresdurchschnitt. Damit seien die Preise für die Werbeflächen nicht abhängig von einem punktuellen, zusätzlichen Mehraufkommen durch Extrazüge. Wichtiger sei die Tatsache, dass im Durchschnitt täglich mehr als 1 Million Bahnreisende pro Tag an den Schweizer Bahnhöfen unterwegs seien, sagt Mühlemann. Klar ist aber: Längerfristig erhöhen solche Rekordtransportleistungen wie in diesem Sommer auch den täglichen oder jährlichen Passagierdurchschnitt.




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