SBB-Bilanz

Mehr Passagiere, mehr Gewinn und mehr mobil verkaufte Tickets als am Schalter

"Mach es wie Yvette Michel": So warb die SBB für ihre "SBB App Reiseplaner".
"Mach es wie Yvette Michel": So warb die SBB für ihre "SBB App Reiseplaner".
Die SBB freut sich über 3,5 Prozent mehr Passagiere (täglich rund  1,25 Millionen), 2,6 Prozent mehr Stammkunden (472.000 nutzen ein Generalabonnement) und Gewinn (381 Millionen Schweizer Franken). Auch die Zufriedenheit ihrer Kunden ist leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 75 Punkte gestiegen. Dazu dürfte auch die im Herbst 2016 eingeführte Mobile-App der SBB beigetragen haben.
Zum Start der App hatte das Unternehmen angekündigt, 200.000 neue digitale Kunden gewinnen zu wollen. Ob das gelungen ist, lässt sich aus der am heutigen Dienstag veröffentlichten Bilanz nicht herauslesen - wohl aber, dass die App ein Erfolg ist, schliesslich verzeichnet die SBB eim Plus von 45 Prozent beim Verkauf der mobilen Tickets. Der Absatz am Schalter ist dagegen um 19 Prozent gesunken. Der persönlich bediente Verkauf werde noch lange einen grossen Stellenwert beibehalten, schreibt das Unternehmen dennoch in seiner Mitteilung zur Bilanz.


Die Umsetzung der SBB App ist Teil der Strategie "RailFit20/30", mit der die SBB unter anderem ihre Kosten senken, aber auch gezielt investieren will. Ein nächstes Projekt ist der Relaunch der SBB-Website, den Interessierte aktuell unter https://preview.sbb.ch testen können - ähnlich wie beim Launch der App, bei dem immerhin 15.000 Nutzer eine Rückmeldung mit Kritik und Verbesserungswünschen gegeben hatten. Mitte des Jahres wird sich zudem klären, wie die Weichen der SBB zum Thema Aussenwerbung in den Schweizer Bahnhöfen gestellt werden: Am 14. Juli endet die Ausschreibung sämtliche Mietverträge in Bezug auf die Fremdwerbung von SBB Immobilien, die Ende 2018 nach einer 10-jährigen Laufzeit mit der APG auslaufen. ems

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