Ricardo.ch AG

Versucht, von der Sendung "Die Bachelorette" zu profitieren

Wer möchte nicht ein Nachtessen mit diesem netten jungen Mann, der eben erst bei "Die Bachelorette" einen Korb einfing, gewinnen. Ricardo.ch machte möglich.
© zvg.
Wer möchte nicht ein Nachtessen mit diesem netten jungen Mann, der eben erst bei "Die Bachelorette" einen Korb einfing, gewinnen. Ricardo.ch machte möglich.
Ricardo.ch hängt sich bei der Sendung "Die Bachelorette" von 3+ an und versucht, den gescheiterten Kandidaten und Philatelisten Toby Schwarzentruber als Zugpferdchen für eine Auktion einzuspannen. Um mehr Frauen auf die Plattform zu locken?

Bei der Sendung "Die Bachelorette" hatte Toby Schwarzentruber kein Liebesglück. Nun versucht er es auf einem anderen Weg: Auf ricardo.ch versteigert er ein Abendessen mit sich in Luzern. Die Einnahmen der Aktion spendet der Briefmarkenhändler der Jugendphilatelie und damit jungen, begeisterten Briefmarkensammlern.

Was sich Toby von der Auktion erhofft: "Mit etwas Glück gibt es ein spannendes Abendessen, ansonsten kann ich damit die Jugendphilatelie unterstützen und etwas für meine Passion werben. Briefmarken sammle ich sehr aktiv seit meiner Kindheit und lebe nun meinen Traum, denn ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht."

Und was erhofft sich sich ricardo.ch von der Auktion? Darüber sagt das Communiqué direkt nichts aus. Indirekt aber schon: Denn Tamedias Online-Marktplatz verweist auf "über 320.000 verkaufte Briefmarken jährlich auf ricardo.ch" – warum sollten es nicht noch mehr werden? Dank Toby zum Beispiel. Briefmarkensammler seien auf ricardo.ch eine sehr aktive Gruppe, heisst es weiter: Jährlich würden über 4.5 Millionen Franken Umsatz erzielt, insbesondere Schweizer Briefmarken seien "äusserst begehrt". Aha. Vermutlich aber sprechen aber eher Breifmarkensammlerinnnen auf ein nachtessen mit Toby an. Wie viele Frauen auf dem Portal Dinge kaufen und verkaufen, ist dem Communiqué nicht zu entnehmen. Dafür aber andere statistische Angaben: Rund die Hälfte des Briefmarkenumsatzes auf ricardo.ch erzielen Personen ab 56 Jahren, aber auch Jüngere zeigen Interesse – 2016 haben sich die eingestellten Briefmarken-Angebote von Personen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren verdoppelt. Die teuerste auf ricardo.ch verkaufte Briefmarke in den letzten Jahren war eine Zürich-4-Marke für 15.000 Franken, die teuerste Briefmarkensammlung inklusive einer Basler Taube wurde gar für 62.500 Franken verkauft. Wer will da nicht sein Glück versuchen und mit Toby ein Date vereinbaren? Die Auktion mit Toby auf ricardo.ch läuft bis 11. Juli 2017. pd/knö




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