"Republik"

Crowdfunding brachte am Ende 13.845 Abonnenten

Die heute 10köpfige Crew des Journalismus-Projekts "Republik".
© republik.ch
Die heute 10köpfige Crew des Journalismus-Projekts "Republik".
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Das Crowdfunding des Onlinemedien-Projektes "Republik" ist gestern Abend um 20 Uhr zu Ende gegangen. Es brachte den Initianten 13.845 Abonnenten und 3.450.183 Franken ein.
Das Ergebnis lässt sich sehen, und im Bereich des Crowdfunding für Medieprojekte ist es ein Weltrekord: 13.845 Abonnenten und 3.450.183 Franken Einnahmen. Im Verhältnis zu bestehenden Zeitungen hingegen ist zumindest der schweizweite Abonnentenstamm ein Klacks: Die Auflage entspräche jener einer kleinen Regionalzeitung. Die Oberland-Ausgabe der "Berner Zeitung", "La Gruyère", der "Zürcher Unterländer oder die "Zentralschweiz am Sonntag" haben ähnlich viele zahlende Abonnenten. Mehr als eine "kleine Rebellion" ist das nicht, aber die "Republik" will ja erklärtermassen auch nicht mehr sein als das. Mit dem Unterschied allerdings, dass alle oben erwähnten Titel auch (noch) werbefinanziert sind. Das soll bei "Republik" anders sein: Das Projekt verspricht "Journalismus – kompromisslos in der Qualität, leserfinanziert, ohne Werbung."

Trotz des im Vergleich an sich bescheidenen Erfolgs klang es gestern wieder recht euphorisch auf www.republik,ch: "Es ist überwältigend, was wir gemeinsam mit Ihnen in den letzten 5 Wochen erreicht haben: tatsächlich einen Unterschied zu machen!" Ihr vorläufig letztes Ziel haben die Initianten aber verpasst, wie sie selbst einräumen:"Die 14.000 Mitglieder für die Stelle eines Datenjournalisten oder einer Datenjournalistin haben wir nicht erreicht. Aber nur knapp verfehlt. Sobald wir ausgeschlafen haben, werden wir uns zusammensetzen und sehen, was zu tun ist."



Weiter weisen die Initianten darauf hin, dass sie keineswegs leisetreten wollen. "In den letzten Tagen haben uns viele Leute gewarnt. Und uns geraten, die Erwartungen zu dämpfen. Weil wir sonst scheitern würden. Wir sehen das nicht so. Wir heissen Ihre Erwartungen willkommen. Es ist ein Fehler, seine Hoffnungen kleinzuhalten in der Hoffnung, keine Enttäuschungen zu erleben. Sie haben uns 240 Franken gezahlt. Und Ihr Vertrauen geschenkt. Sie haben ein Recht auf Erwartungen."


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