Quickline

Im strategisch wichtigen TV-Geschäft 6 Prozent Abos verloren

Kabelnetzbetreiber Quickline versucht gezielt, auch Wenignutzer anzusprechen.
Kabelnetzbetreiber Quickline versucht gezielt, auch Wenignutzer anzusprechen.
Der Nettoumsatz der Quickline Holding legte um 24 Prozent auf 114 Millionen Franken zu. Treibende Faktoren waren das überdurchschnittliche Wachstum der Kundenbasis – insbesondere bei Telefonie (+24%) und Internet (+6%). Im TV-Bereich hat Quickline jedoch 6 Prozent der Abonnenten verloren.
"Wir freuen uns über den markanten Zuwachs unserer Kundenbasis – ein klares Signal, dass wir mit unserem Produktportfolio überzeugen", schreibt Nicolas Perrenoud, CEO der Quickline-Gruppe. Die Lancierung des - nach eigenen Angaben - schweizweit günstigsten Familien-Angebots und der Ausbau der Mobil-Telefonie für die ganze Schweiz würden sich steigender Nachfrage erfreutn. Mit der Einführung der neusten Generation von Quickline TV und dem im Herbst 2017 eingeführten OTT-Service (Over-the-Top) seien weitere strategische Weichen gestellt worden. 2Einer steigenden Beliebtheit erfreut sich der Sportkanal MySports, sowohl bei Neukunden wie auch bei Bestandskunden", schreibt Quickline. Diese Begeisterung hält sich allerdings noch auf tiefem Niveau, wie die Zahlen von MySports-Lancierer UPC zeigen: Bis Ende 2017 konnten über alle Distributoren hinweg 45 000 zahlende MySports-Abonnenten verzeichnet werden.
Weitere Zahlen zu den Abo-Entwicklungen bei Quickline: Ende 2017 verzeichnete der Verbund - auch dank anorganischem Wachstum – 357. 000 TV-Kunden, 6 Prozent weniger als Ende 2016. Bei den Internetanschlüssen konnte dagegen eine Zuwachs um 6 Prozent auf 180.500 Kunden realsiert werden. Noch stärker wuchs der Telefonie-Bereich: Die Festnetz-Anschlüsse nahmen um 15 Prozent auf 119.000 zu, Mobile-Abos stiegen um 71 Prozent aif 30.400 an. Total zählt Quickline heute 24 Prozent mehr Telefonie-Kunden als vor einem Jahr.

Strategische Fokussierung

Im Zuge der strategischen Fokussierung verkauft die Quickline Holding AG das Enterprise-Geschäft an die DataHub Gruppe, welche auch ein Datacenter in Biel betreibt und damit das Geschäft im Bereich Connectivity und Datacenter weiter ausbaut. Die Office-Produkte für KMUs und das Cloud-Geschäft wird Quickline weiterführen. Der Verkauf des Enterprise-Geschäfts inklusive Datacube erfolge aus einer Position der Stärke, schreibt Quickline: Unter den neuen Rahmenbedingungen richtet sich Quickline konsequent am Kundenerlebnis und qualitativ hochwertigen Produkten aus und will damit die Position unter den Top-3 im TV-Geschäft festigen und die Marktstellung im Internet- und Telefonie-Geschäft ausbauen.

Mit seiner nationalen Ausrichtung will Quickline den Marktanteil weiter vergrössern. Im Fokus stehen die Angebote für TV-Kunden, schreibt der Verbund. So will er die Weiterentwicklung der TV-Plattform Quickline TV, das Angebot des Sportsenders MySports und die nationale OTT Ausrichtung gezielt forcieren und optimieren. Dazu sollen die Produkte hinsichtlich Preis/Leistung den Markt- und Kundenbedürfnissen angepasst werden.

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