Publicom-Studie

Radio – nach Internet (subjektiv) wichtigstes Medium der Schweizer

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Rechtzeitig auf den Swiss Radio Day 2017 hin publiziert Publicom Daten, dass das Medium Radio subjektiv die höhere Bedeutung einnimmt als die meisten anderen Medien, obwohl es weniger genutzt wird als Internet, Zeitungen und Fernsehen.
Das Radio ist auch 2017 für viele Menschen ein steter Begleiter durch den Alltag. 85 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben in einem Zeitraum von drei Monaten mindestens einmal ein Radioprogramm genutzt. Damit liegt Radio weit vor den Sozialen Medien, die auf eine Quartalsreichweite von nur 59 Prozent kommen.
Zur Studie
Mit der MediaBrands-Studie ermittelt Publicom jährlich die Brand Performance von Medienmarken in der Schweizer Bevölke­rung. Die Erhebung 2017 wurde im April und Mai durchgeführt und basiert auf einer für die Bevölkerung von 15-79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 5.098 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1.4 Prozent.
Das sind Angaben, die aus
 der diesjährigen MediaBrands-Studie stammen. Für diese wurden schweizweit über 5.000 Personen zu ihrer Mediennutzung und zur qualitativen Wahrnehmung von insgesamt 180 Medienmarken befragt.


Dabei überrasche Radio vor allem auch durch qualitative Stärken, heisst es in einer Medienmitteilung von Publicom. "Wird nämlich nach der subjektiven Bedeutung der Medien im Alltag gefragt, erreicht die klassische Radionutzung den zweithöchsten Wert, direkt hinter dem Internet." Damit ist die Radionutzung für die Schweizerinnen und Schweizer "wichtiger" als Fernsehen und deutlich "wichtiger" als Zeitungen oder Social Media.

Dabei wird deutlich, dass die klassische Radionutzung an einem speziellen stationären oder mobilen Radiogerät (UKW oder DAB+) noch die weit grössere Bedeutung hat als die Nutzung von Streaming-An­gebo­ten aus dem Internet: Vier Fünftel der erwachsenen Bevölkerung nutzen Radio zuhause oder unterwegs über ein althergebrachtes Radiogerät, nur 30% hören Radio über das (stationäre oder mobile) Internet. Die Zahl der Personen, die ausschliesslich übers Internet Radio hören, liegt sogar bei verschwin­dend geringen fünf Prozent. Wenn Leute Internetradio hören, geschieht dies also meistens in Form von Parallelnutzung, d.h. sie hören Radio je nach Nutzungssituation sowohl auf alther­gebrachte Weise als auch übers Internet.

Hohe Akzeptanz von Radiowerbung

Auch was die Akzeptanz von Werbung anbelangt, zeigt sich die qualitative Stärke von Radio. Werbung in Form von Radiospots wird weit besser akzeptiert als Fernsehwerbung oder gar Werbung auf dem Smartphone – und zwar in allen Altersgruppen. Nur gerade Printwerbung hat in dieser Hinsicht noch grössere Vorteile.




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