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Christoph Marty: "Der Fokus liegt auf Print und Digital"

Publicitas-CEO Christoph Marty setzt auf Print und auf Online
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Publicitas-CEO Christoph Marty setzt auf Print und auf Online
Die Publicitas hat ihre Restrukturierung weitgehend abgeschlossen. Im HORIZONT-Interview kündigt CEO Christoph Marty Zukäufe von kleineren Vermarktern in der Schweiz an.

Freimütig redet Marty über die Fehler der P in der Vergangenheit:


„Frühere Managementgenerationen haben die Herausforderung der Digitalisierung früh erkannt und früh in dieses Geschäftsfeld investiert. Aber man hat den Fehler gemacht, das Kerngeschäft zu vernachlässigen. Kunden, mit denen man 120 Jahre lang treu auf Gegenseitigkeit zusammengearbeitet hat, fühlten sich vor den Kopf gestoßen.“

Die großen Pläne, aus dem traditionellen Printvermarkter eine technologische Plattform für jede Art der Werbevermarktung zu machen, sind ad acta gelegt. Print und Digital, das ist der Fokus der P unter Marty:

„Wir sind im Print-Vermarktungsgeschäft die klare Nummer eins in er Schweiz. Im Digitalgeschäft haben wir eine hervorragende Position im Programmatischen Einkauf und im Performance-Geschäft geschaffen. Wir bieten mit Print und Digital für 70 Prozent des Marktes Lösungen an, damit sind wir gut aufgestellt.“


Dem oft prophezeiten Untergang von Print hält Marty entgegen:

„Die kaufkräftigste und Meinung bildende, wenn auch nicht die jüngste, Nutzerschaft bezieht ihre Informationen aus Printprodukten respektive Medienmarken ihres Vertrauens. Ich habe nicht die Sorge, dass gut gemachte Printtitel in zwei oder drei Jahren an die Abrisskante kommen.“

Im digitalen Geschäft setzt der Publicitas-CEO konsequent auf Automatisierung:

„Der Verkäufer stellt dem Kunden das Angebot auf dem iPad vor, der Kunde kann direkt auf dem iPad unterschreiben. Alles Weitere läuft automatisch, bis zur Rechnungstellung. Inklusive Reporting und Optimierung. Vielleicht wird der Kunde irgendwann auch automatisch buchen, warum nicht? Klar ist jedenfalls, dass im digitalen Bereich die klassische Art der Mediaplanung ein Ablaufdatum hat.“ uv



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