Plakatsubmission Genf

Streit wird in die nächste Runde gehen

APG|SGA-Boss Markus Ehrle will in der Auseinandersetzung mit Genf nicht klein beigeben
© Stephan Knecht
APG|SGA-Boss Markus Ehrle will in der Auseinandersetzung mit Genf nicht klein beigeben
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Das Verwaltungsgericht des Kanton Genf hat die Beschwerde der Aussenwerbe-Marktführerin APG abgewiesen. Ein entsprechender Bescheid ist den in das Verfahren involvierten Parteien zugegangen, bestätigt APG|SGA-CEO Markus Ehrle. Abfinden will er sich damit aber nicht.

"Wir werden aufgrund uns vorliegender Dokumente und Wertungen den Entscheid vor der Verwaltungsrechtlichen Kammer des Kantonsgericht Genf anfechten", sagt Ehrle. Über die Entscheidungsbegründung des Verwaltungsgerichts will er aber ebenso wenig Auskunft geben, wie über seine Einschätzung der Erfolgsaussichten eines Gangs in die nächste richterliche Instanz.

Hintergrund: Die Stadt Genf hat im November vergangenen Jahres ihre rund 3500 Plakate auf öffentlichem Grund nach einer Ausschreibung an Neo Advertising vergeben. Das wollte die bisherige Flächenvermarkterin APG nicht akzeptieren und zog gegen den Zuschlag zu Felde. Mit welcher Begründung, darüber schwieg sie sich aus. Sie könne die Vergabe-Entscheidung der Stadt "aus juristischen Gründen nicht akzeptieren", hieß es lediglich. Den Argumenten sei das Gericht, wie verlautet, allerdings in keinem Punkt gefolgt.

Derweil ist die zunächst auf sechs Monate befristete Plakatkonzession an Neo Advertising nach Angaben von Christian Vaglio-Giors, Chef des Out-of-Home-Players, um weitere sechs Monate verlängert worden. Er misst dieser erstinstanzlichen Gerichtsentscheidung zugunsten Genfs einige Bedeutung bei, da sie die Position der Stadt stärke. Bedeutsam ist sie auch deshalb, weil es nach Meinung von Vaglio-Giors um die drittwichtigste Plakatkonzession der Schweiz geht – nach der der SBB und der der Flughäfen Zürich und Genf. Bei der Bewirtschaftung der Plakatstellen in Genf geht es Schätzungen zufolge um zehn Millionen CHF Umsatz pro Jahr.




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