Paul S.-

Internetgame "Minecraft" wurde ihm zum Verhängnis

"Minecraft", eine Art digitales Lego, kann 12jährige Jungen überaus faszinieren
"Minecraft", eine Art digitales Lego, kann 12jährige Jungen überaus faszinieren
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Der während sieben Tagen vermisste Junge Paul S. aus Gunzgen (SO) war im Netz sehr aktiv. Über ein Spiel lernte er einen 35-jährigen Koch aus Düsseldorf kennen. In dessen Wohnung hat die deutsche Polizei den 12jährigen Buben gefunden.
Ein Sondereinsatzkommando der deutschen Polizei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1.30 Uhr die Tür einer Düsseldorfer Dachwohnung aufgebrochen. Und Paul S. gefunden. Der Junge, der am Samstag vor einer Woche in Gunzgen (SO) verschwunden war. "er ist körperlich wohlauf", sagte später Urs Bartenschlager, Chef der Solothurner Kriminalpolizei.

In der Wohnung verhaftete die Polizei den 35-jährigen Koch Werner S., der nach Angaben der Düsseldorfer Polizei wegen kleinerer Betrugsdelikte vorbestraft war. – aber nicht wegen Sexual- oder Missbrauchsdelikten.

Auf die Spur des Kochs waren die Schweizer Behörden gekommen. Werner S. hatte Paul S. auf der Spielplattform Minecraft kennen gelernt, ein harmloses Aufbauspiel, bei dem sich die Protagnisten aus Blöcken eine eigene Welt erschaffen – eine Art digitales Lego. Paul S. war täglich eine bis fünf Stunden online.


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