Olympia

Die SRG überträgt die Olympischen Spiele 2018 und 2020

Haben über Olympia verhandle (von Links) Roland Mägerle, SRG-Unit Sport, Jean-Thierry Augustin, Discovery Networks International, SRG-Generaldirektor Roger De Weck.
zvg.
Haben über Olympia verhandle (von Links) Roland Mägerle, SRG-Unit Sport, Jean-Thierry Augustin, Discovery Networks International, SRG-Generaldirektor Roger De Weck.
Die SRG und Discovery Communications, Inhaberin der Olympischen Rechte für Europa und Besitzerin der Eurosport-Gruppe, haben eine langjährige Kooperation für die Olympischen Spiele geschlossen, insbesondere für die Olympischen Winterspiele 2018 und der Olympischen Sommerspiele 2020.

Im Juni 2015 gab Discovery Communicatons, ein US-amerikanisches Medien- und Unterhaltungsunternehmen, zusammen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) überraschend bekannt, dass sich das Unternehmen die exklusiven TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 für 50 Länder und Gebiete in Europa gesichert hat. Dicovery hält zudem seit 2015 sämtliche Anteile bei der Sendergruppe Eurosport.


Nun sind also Discovery Communications und die SRG übereingekommen, dass die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang (Südkorea) und die Olympischen Spiele 2020 in Tokio (Japan) dem Schweizer Publikum auf den SRG-Sendern und -Plattformen (Online und Apps) sowie auf den verschiedenen Eurosport-Kanälen und Online-Plattformen zugänglich gemacht werden. Dank dieser Vielzahl an Free-TV, Pay-TV und Digital-Angebote könnten die Zuschauer in der Schweiz "in die komplette Tiefe der Olympia-Berichterstattung eintauchen", heisst es in der Medienmitteilung.

Fakt ist: Die SRG erhält von Discovery Communications exklusive Sublizenzen für audiovisuelle Rechte (Fernsehen und Online) und nicht-exklusive Hörfunk-Rechte (Radio) für frei empfangbare umfassende Übertragungen der Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang und der Olympischen Spiele 2020 in Tokio – für die Schweiz und in den vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die Sublizenz beinhaltet zudem Rechte für nachrichtliche Berichterstattung in Formaten, die im Anschluss an die Live-Events ausgestrahlt werden, sowie ausgewählte Digital-Rechte (on demand im Internet und Apps). Parallel dazu behält Eurosport aber die Rechte, um sämtliche Olympia-Übertragungen auf all seinen Pay-TV-Sendern und Digital-Plattformen zu zeigen.

In der Medienmitteilung zum neuen Deal legte Jean-Thierry Augustin, Präsident Sports and Olympic Development at Discovery Networks International, seine Geschäftsidee wie folgt dar: "Dank unserer wegweisenden Verbindung zu den Olympischen Spielen können wir einen einmaligen Zusammenschluss herstellen aus der traditionell hochwertigen Berichterstattung eines nationalen Senders mit der Kompetenz von Eurosport, der Heimat des olympischen Sports im TV. Denn bereits jetzt widmet Eurosport den olympischen Sportarten mehr als die Hälfte seines Programms."

Roger de Weck, Generaldirektor SRG, machte nach Abschluss der Gepäche gute Miene zum vermutlich schwierigen Verhandlungsspiel: "Es freut mich sehr, dass wir nach Rio 2016 auch die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang und 2020 in Tokio in hohem Standard anbieten werden. Sport ist Schönheit, Emotionen, er bietet Vorbilder und gemeinsames Erleben in allen Landesteilen. Der Sport hat eine zentrale Rolle in der Angebotsstrategie des öffentlichen Medienhauses der Schweiz."

Auch 
Kasia Kieli, Präsident der Discovery Networks Central & Eastern Europe, Middle East and Africa, äusserte sich in der Medienmitteilung: "Mit Übertragungen bei der SRG und dem breiten Spektrum an Eurosport-Angeboten können wir den Fans sowohl die außergewöhnlichen Momente aber auch jeden Augenblick der Olympischen Spiele anbieten und dies auf mehr Bildschirmen denn je zuvor."

Ferner wurde Roland Mägerle, Leiter Business Unit 
Sport SRG, zitiert: "Die Olympischen Spiele sind ein zentrales Element des Service public und der Sportstrategie der SRG. Wir sind deshalb froh, nach produktiven Verhandlungen mit Discovery eine gute Lösung gefunden zu haben."

Discovery hat bereits neun Sublizenzen für die Olympischen Spiele abgeschlossen. Es bestehen Partnerschaften mit nationalen Sendeanstalten in Österreich (ORF), Kroatien (HRT), Tschechien (Ceska Televize), Finnland (YLE), Ungarn (MTVA), Irland (RTE), den Niederlanden (NOS) und in Großbritannien (BBC). Alle Sublizenzen wurden individuell auf den entsprechenden TV- und Rundfunkmärkten der einzelnen Länder angepasst. Nicht einigen konnte sich Discovery bisher mit ARD und ZDF.



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