Nielsen Studie

Detailhandel legt leicht bei Umsatz und Werbeausgaben zu

Der durchschnbittliche Einkauf kostet 42 CHF
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Der durchschnbittliche Einkauf kostet 42 CHF
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Der Detailhandel in der Schweiz wächst, wenn auch nur um 1 Prozent. 32,6 Milliarden Schweizer Franken gaben die Konsumenten im Jahr 2016 für ihre Einkäufe aus. Das zeigt die Studie „Nielsen Consumers 2017 Schweiz“ – ein erstmals veröffentlichter Überblick über die Schweizer Handelslandschaft.



Den Umsatz steigern konnten vor allem kleinere Supermärkte (+3,6%), Mini-Märkte (+1,6%) und Discountmärkte (+4,4%). Lebensmittelhändler (-0,5%), grosse Supermärkte (-0,4%) und sogenannte Hypermärkte (-0,9%) mussten hingegen leichte Umsatzeinbussen hinnehmen. Den Trend hin zum Supermarkt an der Ecke sehen die Studienautoren im steigenden Bedürfnis der Schweizer Einkäufer nach On-the-go-Konsum begründet, den vor allem kleinere Geschäfte mit zentralen Standorten bieten.
Der Trend geht zu kleinen Supermärkten und Discountern.
Der Trend geht zu kleinen Supermärkten und Discountern. (© Nielsen Consumers 2017 Schweiz)
Die Erhebung schlüsselt die Einkäufe weiter auf: 136 Mal im Jahr geht ein durchschnittlicher Haushalt demnach einkaufen. Im Durchschnitt landeten bei jedem Einkauf Waren im Wert von rund 42 CHF im Einkaufswagen. Drei Viertel der Konsumenten planen ihren Einkauf im Voraus. Dennoch neigen 64 Prozent zu Spontankäufen im Geschäft.

Nach wie vor ist die Suche nach Schnäppchen weit verbreitet. 67 Prozent bevorzugen beim täglichen Einkauf spezielle Angebote für ihre täglichen Lebensmittel. 55 Prozent vergleichen die Preise von Eigenmarken und Marken. Coupons zu Lebensmittelprodukten sammelt die Hälfte der Verbraucher. Es gibt auch den Gegentrend: Für mehr als jeden zweiten Konsumenten (57 Prozent) ist Qualität wichtig und ein Grund, mehr Geld auszugeben. Gut die Hälfte der Schweizer  legen zudem grossen Wert auf gesunde (56 Prozent) und umweltfreundliche (50 Prozent) Produkte.
Print bleibt stärkstes Handelsmedium
Print bleibt stärkstes Handelsmedium (© Nielsen Consumers 2017 Schweiz)
Die bescheidene Wachstumsrate spiegelt sich auch in den Ausgaben für Werbung wider. Die Brutto-Werbeaufwendungen des Detailhandels  beliefen sich laut Nielsen  2016 auf 5,4 Milliarden Franken und bleiben somit unverändert im Vergleich zum Vorjahr. 40 Prozent davon fliessen in Print. TV ist mit 32 Prozent das zweitstärkste medium. Mit 12 Prozent sind Internet und Out-of-home gleichauf. vg



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