Neo Advertising

Überraschenderweise plant auch Tamedias Aussenwerber Lichtdrehsäulen in Zürich

So könnten sich dereinst die Lichtdrehsäulen von Neo Advertising in Zürich und Winterthur präsentieren.
© zvg
So könnten sich dereinst die Lichtdrehsäulen von Neo Advertising in Zürich und Winterthur präsentieren.
Was bisher nicht bekannt war: Nicht nur Clear Channel Schweiz hat zehn Lichtdrehsäulen in der Stadt Zürich gewonnen, auch Tamedias Neo Advertising darf in der Limmatstadt acht solche modernen Litfasssäulen aufstellen, dazu fünf weitere in Winterthur. Bis Mitte Jahr soll es so weit sein.
So viel war bekannt: In der Stadt Zürich hat Neo Advertising in der Ausschreibung vom letzten Frühjahr die Konzession für 237 von 426 F200-, F12- und F24-Flächen (alle analog) auf öffentlichem Grund erhalten und kann damit erstmals einen Fuss in die Deutschschweiz setzen. Die Lizenz gilt ab 1. Juli 2018 und dauert fünf Jahre. Clear Channel Schweiz (CCS) gewann in derselben Ausschreibung alle Plakatstellen an Bauwänden, rund 420 Kulturplakatflächen, dazu klassische Plakatstellen und zehn Lichtdrehsäulen - ebenfalls auf öffentlichem Grund. Und die APG erhielt 1.150 der 1.400 kommerziell ausgeschriebenen Flächen in den Formaten F4, F200, F12 und F24 zugesprochen.

Umso mehr überraschte Neo Advertising über die Neujahrstage, weil der Genfer Aussenwerber kommunizierte, in Zürich ebenfalls acht Lichtdrehsäulen zu planen – "als Ergebnis eines Wettbewerbs". Wie kommt das? Von einem Wettbewerb um weitere acht Säulen war bisher nichts bekannt.

Nicht auf öffentlichem, aber auf städtischem Grund

Eine Anfrage beim Amt für Städtebau, das die Ausschreibung auf öffentlichem Grund durchgeführt hatte, löst das Problem: Lucas Bally, Sprecher im Hochbaudepartement der Stadt Zürich, erklärt, dass eine zweite Ausschreibung von acht Lichtdrehsäulen stattgefunden habe - doch nicht auf öffentlichem Grund (Allmend), sondern auf solchem in städtischem Besitz. Deshalb habe nicht das Amt für Städtebau die Ausschreibung vorgenommen, sondern die Liegenschaftsverwaltung im Stadt-Zürcher Finanzdepartement. Wann diese stattgefunden hat, konnte Bally allerdings nicht sagen. Und die zuständige Person im Finanzdepartement ist noch in den Ferien.

Keine Diskussion gibt es hingegen bezüglich der fünf weiteren Lichtdrehsäulen in Winterthur: Im Herbst hatten die Stadtbehörden per 1. Januar 2018 570 Plakat-Standorte auf öffentlichem Grund ausgeschrieben, dazu fünf mögliche Standorte für Leuchtdrehsäulen. Sie alle gingen an Neo Advertising. Allerdings lagen damals für die Säulen noch keine Baubewilligung vor. Das habe sich aber mittlerweile geändert, sagte Fahrni, Marketingassistentin bei Neo Advertising, auf Anfrage.

Die  Neo-Advertising-Säulen sind auf einem Motor montiert, haben jeweils drei Seiten sowie eine LED-Hintergrundbeleuchtung und können mit den Plakatformaten F200 wie F400 versehen werden. Christian Vaglio-Giors, CEO von Neo Advertising sagt dazu: „Wir sind sehr glücklich, unser City-Angebot mit diesem qualitativ hochwertigen Produkt komplettieren zu  können.“ Die insgesamt 13 Säulen mit 78 F200L-Flächen würden zu Beginn des 2. Quartals 2018 auf den Markt kommen und in das Media-Planning-Tool SPR+ integriert. pd/knö





stats