NZZ-Mediengruppe

Vom festen Glauben an eine "Perspektive" auf dem deutschen Markt

Mit dem "NZZ Perspektive"-Paket reagieren die Zürcher auf eine angeblich steigende Nachfrage
NZZ
Mit dem "NZZ Perspektive"-Paket reagieren die Zürcher auf eine angeblich steigende Nachfrage
Mit einem montags bis samstags erscheinenden E-Paper im Umfang von zehn bis 15 Seiten startet die "Neue Zürcher Zeitung" heute in Deutschland. Es beinhaltet die komplette Auslandsberichterstattung, Kommentare und Analysen zur deutschen Politik und das Feuilleton.

"NZZ Perspektive" heißt das Produkt, mit dem die Marke weitere Leser zwischen Flensburg und Passau gewinnen will. Das Abonnement beinhaltet zudem einen täglichen Newsletter mit den in Deutschland beliebtesten Artikeln von nzz.ch und jeweils am Freitagmittag Eric Gujers Newsletter "Der andere Blick" zu einem Fokusthema mit kuratierten Eigen- und Fremdartikeln. Das Probeabo für einen Monat kostet einen Euro, das reguläre Monats-Abo zehn Euro.


Der Optimismus, mit dem Paket erfolgreich zu sein, speist sich offenbar vor allem aus Zugriffszahlen, die die "NZZ" aufweisen kann. Demnach stammen nach Verlagsangaben 30 Prozent der User von nzz.ch aus Deutschland, bei gewissen Artikeln seien es sogar 60 Prozent – wobei das Unternehmen keine Angaben über absolute Zahlen machen will. Die verkaufte Auflage der internationalen "NZZ"-Ausgabe in Deutschland lag den Angaben der Werbemedienforscher der WEMF AG zufolge im vergangenen Jahr bei 8640 Exemplaren.

Bereits im April dieses Jahres hatte die "NZZ" den Newsletter "Der andere Blick" als Testballon für Deutschland lanciert. Er war sowohl für Nicht-Abonnenten als auch für Abonnenten erhältlich, von heute an wird er Teil des kostenpflichtigen Angebots "NZZ Perspektive" sein. "Der andere Blick" sei innerhalb weniger Wochen zu einem der beliebtesten NZZ-Newsletter geworden, heißt es. "Für diese steigende Nachfrage wollen wir ein passendes Angebot schaffen", sagt "NZZ"-Chefredaktor Eric Gujer. "Dieses haben wir in den letzten Monaten im Austausch mit zahlreichen deutschen Nutzerinnen und Nutzern entwickelt."



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