"Medien für alle"

Der Verein fordert Verzicht auf den Stellenabbau bei der SDA

Der Vorstand von "Medien für alle" – hier die Logos der Mitgliedsverbände – möchte, dass der Bund künftig den Kleinverlagen das SDA-Abo subventioniert.
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Der Vorstand von "Medien für alle" – hier die Logos der Mitgliedsverbände – möchte, dass der Bund künftig den Kleinverlagen das SDA-Abo subventioniert.
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Eigentlich kam der nationale Vorstand des Vereins "Medien für alle" gestern für eine Zwischenbilanz zur "No Billag"-Abstimmung zusammen. Doch dann sprach er offenbar vor allem über die SDA: Er solidarisiert sich mit den SDA-Mitarbeitenden und fordert Subventionen für SDA-Abos von Kleinverlagen.
Die von der SDA erbrachten Dienstleistungen sind für die Tätigkeiten der Schweizer Medienschaffenden und damit indirekt für die Bevölkerung unerlässlich. "Medien für alle" fordert die SDA-Geschäftsleitung deshalb auf, auf die angekündigten Entlassungen und Zusammenlegungen zu verzichten.

Der nationale Vorstand von "Medien für alle" bittet den Bund und insbesondere das UVEK, die öffentlichen Beiträge an die SDA zu erhöhen, damit diese ihre Service public Leistungen gegenüber den schweizerischen Presseorganen weiterhin erbringen kann. Auf diese Weise könnte sich die SDA als nicht-gewinnorientiertes Unternehmen konstituieren und dadurch ihre Service public Funktion gegenüber der Leserschaft, den Verlegern und Institutionen klar definieren.

Neue Subventionen – für die kleinen Verlage, nicht für die Aktionäre

Damit eine öffentliche Subvention des SDA auch wirklich der Allgemeinheit zugute kommt (statt die Gewinnausschüttungen privater und internationaler Financiers zu erhöhen), schlägt "Medien für alle" vor, dass sich die Unterstützung des Bundes zunächst auf die zahlreichen kleineren Titel richtet, die in den vergangenen Jahren auf ihr SDA-Abonnement verzichten mussten und ihnen dadurch die vollständige oder teilweise Rückerstattung ihres Beitrags an das neue Tarifsystem der SDA garantiert (cash back). "Es muss sichergestellt werden, dass mit einer öffentlichen Unterstützung auch die kleinen Unternehmen, die unser Land medial versorgen, von den Leistungen der SDA profitieren", schreibt der Verein.

"Medien für alle" setzt sich dafür ein, das die gesamte Gesellschaft einen Beitrag zum Erhalt eines qualitativ hochstehenden, unabhängigen und nachhaltigen medialen Angebots beiträgt. Der Verein wurde 2015 als Zusammenschluss von VertreterInnen aus Journalismus, Kunst und Wirtschaft aller Regionen gegründet. pd/knö


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