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Medienforscher servieren SRF 1 und 2 triste Zahlen

Deutschschweizer sehen täglich mehr als 124 Minuten fern, sieben Minuten weniger als im Vergleich zu den Werten des Vorjahres
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Deutschschweizer sehen täglich mehr als 124 Minuten fern, sieben Minuten weniger als im Vergleich zu den Werten des Vorjahres
Die Top-2-Sender nach Marktanteilen in der Deutschschweiz haben im Vergleich zum 1. Semester 2016 verloren. Im Gesamtzuschauer-Ranking bleiben SRF 1 und 2 jedoch unangefochten vorn. Unterdessen befinden sich die Zuschauerzahlen der Regiokanäle weiter im Sinkflug.

SRF 1 kam im 1. Semester auf einen Marktanteil von 18.7 Prozent. Das sind 0.5 Prozentpunkte weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. SRF 2 muss einen deutlichen Rückgang von 0.9 Prozentpunkten auf 9.7 Prozent verkraften. Der Drittplatzierte RTL verbesserte sich leicht auf 6.2 Prozent Marktanteil (+0.2 Prozentpunkte).

Unter den Top 10 hat es wenig Veränderungen gegeben. Dem Privat-TV-Kanal 3+ von Dominik Kaiser ist es gelungen, auf Platz 10 zu bleiben und dabei sogar die magische Zwei-Prozent-Marke zu erreichen. Er profitiert von seiner Beliebtheit unter den jüngeren Zuschauern: Bei den 15- bis 29-Jährigen kommt 3+ auf 3.6 Prozent Marktanteil.

In dieser Nutzergruppe treten die Vergreisungstendenzen des öffentlich-rechtlichen SRF 1 deutlich zutage. Bei den jungen Erwachsenen liegt der Sender nur auf Platz vier mit einem Marktanteil von 7.4 Prozent - damit allerdings immer noch 0.2 Prozentpunkte besser als vor einem Jahr. ProSieben rangiert hier mit 11.6 Prozent vorn und hat SRF 2 (10.3) auf den zweiten Platz verdrängt, gefolgt von RTL (9.2). In der sogenannten werberelevanten Zielgruppe 15 bis 49 haben SRF 1 und 2 signifikant sinkende Marktanteile zu beklagen und liegen nun gleich auf mit 9.7 Marktanteil.

Derweil geht die Talfahrt der meisten regionalen Fernsehsender in ihren Konzessionsgebieten weiter. Die Lokal-TVs in der Deutschschweiz müssen im Vergleich zur Mediapulse-Messung vom 2. Semester vergangenen Jahres einen zum Teil erheblichen Zuschauerschwund hinnehmen. Telebasel etwa hatte damals noch eine Nettoreichweite von 11.6 Prozent und einen Marktanteil von einem Prozent. Inzwischen sind es nur noch 7.2 Prozent Reichweite und 0.8 Prozent Marktanteil. Ähnlich ergeht es dem Ostschweizer Privatsender tvo. Aktuell liegt er laut Mediapulse in seinem Konzessionsgebiet bei 5,8 Prozent Nettoreichweite und 0.6 Prozent Marktanteil. Den Marktanteil konnte er halten, doch die Nettoreichweite betrug vor einem halben Jahr noch 7.2 Prozent.




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