MediaFocus

Kaum Werbewachstum im 2016 – trotz erstmaliger Integration der Google Werbedaten

Das Bruttowerbevolumen 2016 ist – trotz rückwirkender Integration der Google-Werbung bis 2014 – gegenüber Vorjahr bloss stabil geblieben.
zvg
Das Bruttowerbevolumen 2016 ist – trotz rückwirkender Integration der Google-Werbung bis 2014 – gegenüber Vorjahr bloss stabil geblieben.
Seit 2014 erhebt MediaFocus auch die Google-Werbedaten (Google AdWords), doch erst jetzt wurden sie rückwirkend in die Bruttowerbestatistik integriert. Doch das verbesserte die Werbetrends 2016 nicht.
"2016 war ein grauenhaftes Werbejahr", sagte Verlegerpräsident Pietro Supino an der Dreikönigstagung. Er sprach damit sinkende Nettowerbeumsätze an. Die Firma MediaFocus, die das Bruttowerbevolumen erhebt, spricht ihrerseits von einem "erstarrten" Werbejahr 2016. Gemeint ist damit, dass der Werbedruck bloss stabil geblieben ist. Ein stabiles Bruttowerbevolumen bedeutet aber nicht, dass auch das Nettowerbevolumen stabil geblieben ist, es könnte auch gesunken sein. Doch das erfahren wir erst im Mai.

So viel steht aber fest: MediaFocus erhebt seit 2014 auch Search-Werbung (Google-AdWords). Jetzt liegt eine dreijährige History vor, so dass die Daten – es handelt sich um rund 400 Millionen Franken Search-Werbung – nun rückwirkend in die Bruttowerbestatistik integriert werden können. Das hat MediaFocus nun getan: Die Mediengruppe Internet wird ab sofort inklusive Search-Werbung ausgewiesen. Die Integration der Search-Werbung erlaubt zukünftig eine genauere Einschätzung, wie gross der Anteil der Mediengruppe Internet im Media Mix über alle erfassten Mediengruppen hinweg tatsächlich ist, schreibt MediaFocus.
Die Werbedruck-Verteilung 2016 – inklusive Search-Werbung.
Die Werbedruck-Verteilung 2016 – inklusive Search-Werbung. (© zvg.)
Wer jedoch dachte, dass durch bessere digitale Abdeckung der Markt auch spürbarer wächst, irrt: Gerade einmal 3.7 Mllionen Bruttowerbefranken oder minime 0.069 Prozent sind für das Jahr 2016 als Plus zu verzeichnen. Es zeigt sich jedoch, dass Werbung im Netz bereits 12 Prozent des Werbekuchens ausmacht. Im Durchschnitt. Einzelne Bereiche wie Haushaltsgeräte oder Baumärkte, der Finanzmarkt, Einrichtungen oder Tourismusangebote und natürlich der Fashionmarkt kommen auf einen digitalen Werbeanteil von deutlich über 20 Prozent.In der Gattungsperspektive landen die elektronischen Medien bei 2.600 Millionen Franken (+2.8 Prozent) sowie die Aussenwerbung bei 658 Millionen Franken (+8.2 Prozent). Da der Gesamtmarkt stagniert, erschliesst sich schnell, dass die gedruckten Medien weiterhin abgenommen haben. Nur 4 von 20 Branchen haben ihre Printbudgets erhöht (u.a. Initiativen & Kampagnen, der Detailhandel und die Branche Persönlicher Bedarf). Per Dezember weisen die Printmedien insgesamt 2.100 Millionen Franken (-5.3 Prozent) aus.

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