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Insgesamt tieferer Werbedruck im April, aber deutliches Plus bei Polit-Kampagnen

zvg.
Der April zeigt einen etwas tieferen Bruttowerbedruck als der bisher stärkste Werbemonat März (530 Millionen Franken). Insgesamt wurde ein Werbedruck von 480 Millionen Bruttofranken gemessen, ein Plus von 3.2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Der Branche Dienstleistung scheinen die warmen Sonnenstrahlen gut zu tun. Bereits im März vergrösserte sie ihren Bruttowerbedruck um 34.2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im April beläuft sich das Plus auf 25.1 Prozent. Die Branche Freizeit, Gastronomie, Tourismus, die von den sommerlichen Temperaturen profitiert, zeigt eine Zunahme von 23.8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. An dritter Stelle folgt die Branche Digital & Haushalt. Sie erhöhte ihren Bruttowerbedruck um 19.2 Prozent.

Abstimmungsvorlage zum Energiegesetz

Der Werbemonat April stand im Zeichen der Eidgenössischen Abstimmungen vom 21. Mai 2017. Gegenüber dem Vorjahresmonat präsentiert die Branche Initiativen & Kampagnen eine Steigerung ihres Werbedrucks von 28.9 Prozent. Die dazugehörige Produktgruppe Politische Kampagnen zeigt ein markantes Plus von 67.4 Prozent. Die eidgenössische Vorlage zum Energiegesetz (EnG) erzeugte in den Monaten März und April 2017 einen Werbedruck von 3.69 Millionen Bruttofranken. 37 Prozent des Bruttowerbedrucks werden der Ja-Kampagne und 63 Prozent der Nein-Kampagne zugeordnet.

Getränkebranche erlebt Durststrecke

Die Getränkeindustrie verzeichnet im April eine Abnahme ihres Bruttowerbedrucks von 22.7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Durststrecke scheint anzuhalten, auch in den Monaten Februar und März verzeichnete die Getränkebranche ein Minus. Die grösste Reduktion zeigt jedoch die Tabakindustrie: Gegenüber dem Vorjahresmonat brach der Bruttowerbedruck um satte 71.9 Prozent ein. Die Fahrzeugbranche musste im April ebenfalls eine Einbusse von -15.5 Prozent verbuchen.

 




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