MediaCom Schweiz

Rüstet Kunden mit dem Tool "Media Quality Initiative" für den Kampf gegen Werbebetrug aus

Übersichtlich: So präsentiert sich das Tool "Media Quality Initiative" für den Nutzer.
zvg
Übersichtlich: So präsentiert sich das Tool "Media Quality Initiative" für den Nutzer.
MediaCom Schweiz lanciert MQI – "Media Quality Initiative", ein Tool, das bei der Beurteilung der Platzierungsqualität von Online-Werbung und bei der kontinuierliche Optimierung von Kampagnen dienen kann.
Maurizio Miggiano, verantwortlich für die MQI-Entwicklung, erklärt die Vorteile der des neuen Tools: "Im Gegensatz zu herkömmlichen Messystemen werden bei der MQI neben der quantitativen Messung, wie dem eCPM (den effektiven Kosten pro 1000 Impressions) auch qualitative Merkmale wie Brand Safety (Kontext), Viewability (Sichtbarkeit) und AdFraud (Bot-Betrug) über einen Algorithmus zusammenfasst und direkt an jede Platzierung angeschlossen." Die Gewichtung innerhalb der Komponenten erfolge sowohl aus historischen Daten, die individuell für den Kunden aufgesetzt werden, als auch aus neu gewonnene Informationen.

Über Alert-Funktionen könne der Planer schnell den jeweiligen Quality Score tagesaktuell und pro Platzierung sehen und dann aus dem hauseigenen Planungssystem direkt mit den Publishern, Verlagen und Webseiten transparent kommunizieren. "Das Ergebnis ist eine unmittelbar und gezielt optimierte Kampagne. Erst diese ganzheitliche Betrachtung macht Kampagnen effizient", sagt Miggiano. Das Ziel sei jeweils die Maximierung der Anzahl der verifizierten Impressions für das zur Verfügung stehende Budget.
Über Mediacom
MediaCom ist eine weltweit tätige Mediaagentur und gehört zu den Grössten in der Schweiz. In Zürich arbeiten mehr als 70 Mitarbeiter für Marken wie AMAG, Credit Suisse, Coca-Cola, Mars und Emmi.
Die Datenauswertung für die MQI erfolgt mit Hilfe von Integral Ad Science, einem Anbieter, der durch die MRC (Media Rating Council) bereits für die YouTube- / Facebook-Messung akkreditiert wurde. Der Einsatz eines zertifizierten Anbieters soll gemäss MediaCom-Communiqué "Vertrauen zwischen Angebots- und Nachfrageseite schaffen und eine optimale Monetarisierung des Werbebudgets garantieren".

Auf Anfrage von HORIZONT Swiss erklärte Andreas J. Bartneck, Director MediaCom Beyond Advertising und Member of the Board, dass MediaCom das Tool derzeit für Agenturkunden zur Verfügung stelle, dass aber "längerfristig durchaus die Idee" bestehe, das Tool auch dem Markt zur Verfügung zu stellen. "Unser Ziel ist es, den Gesamtmarkt zu unterstützen", so Bartneck. Im Unterschied zu andern ähnlichen Tools ermögliche MQI eine direkte Verknüpfung der jeweiligen Kampagne mit Ad-Verification-Messsystemen ohne dass weitere Zusatzaufwände nötig sind. So müssten beispielsweise nicht mühsam weitere Datenquellen überprüft und integriert werden.

Für Dialoge auf gleicher Basis und Augenhöhe

Doch wie kommt das Tool zu den Agenturkunden? MediaCom versteht das Tool als kostenpflichtige Zusatzleistung für die Kunden. "Wir bieten unseren Kunden verschiedene Pakete an, die ubahängig von der Grösse auf den jeweiligen Bedarf und das Volumen ausgerichtet sind", sagt Bartneck. Das Ziel sei, den Dialog zwischen MediaCom und Kunden, aber auch zwischen Kunde und Publisher zu verbessern, nicht zuletzt deshalb, weil dank dem Tool der Wert einer Kampagne künftig auf derselben Basis betrachtet werden könne.

Voraussetzung dafür sei natürlich, dass das Tool auch von Publishern akzeptiert werde. Und dies sei der Fall, betonte Bartneck, habe man sich doch bewusst und nach intensiver Evaluation für die aktuelle Zusammenarbeit mit Integral Ad Science entschieden. Nicht nur, weil es bei Youtube und Facebok zugelassen sei, sondern auch, weil es in der Schweiz schon von Tamedia oder Admeira geprüft und zumindest zeitweise auch eingesetzt worden sei oder noch wird. Das Ad-Verification-Messsystem sei aber jederzeit durch ein Anderes (etwa Meetrics, Moat oder Double Verfify) ersetzbar, sollte sich dies als notwendig oder nützlicher erweisen, fügte Bartneck an. pd/knö

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