MediaBrands 2016

NZZ ist glaubwürdigste Medienmarke der Deutschschweiz

Die Medienmarke "Neue Zürcher Zeitung" geniesst in der Deutschschweizer Bevölkerung am meisten Vertrauen.
Die Medienmarke "Neue Zürcher Zeitung" geniesst in der Deutschschweizer Bevölkerung am meisten Vertrauen.
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Die "Neue Zürcher Zeitung" ist die glaubwürdigste Medienmarke der deutschen Schweiz. Sie lässt Radio SRF 1 knapp hinter sich. In der diesjährigen MediaBrands-Studie untersuchte Publicom über 100 Medienmarken auf ihre qualitative Ausstrahlung im Publikum.

Angesichts der digitalen Informationsflut und zunehmender medialer Fehlleistungen ist die Glaubwürdigkeit einer Medienmarke sowohl im Publikums- als auch im Werbemarkt von grosser Bedeutung. In der Deutschschweiz erhält die "Neue Zürcher Zeitung" punkto Glaubwürdigkeit die besten Noten. Sie hat gegenüber dem Vorjahr sogar noch etwas zugelegt. Dicht dahinter folgt Radio SRF 1. Auch der "NZZ am Sonntag" und SRF 1 (TV) attestieren die Befragten hohe Glaubwürdigkeit.

Das gibt zu denken: Das Kundenmagazin der Migros erscheint glaubwürdiger als die Sonntagsblätter der Tamedia und AZ Medien.
Das gibt zu denken: Das Kundenmagazin der Migros erscheint glaubwürdiger als die Sonntagsblätter der Tamedia und AZ Medien. (© zvg.)
Auch wenn die qualitative Gesamtleistung (Markenstärke) betrachtet wird, teilen sich die SRF- und NZZ-Marken wie im Vorjahr die vorderen Plätze vor dem "Tage-Anzeiger". Markenstärke ist ein generierter Wert, der dem Durchschnitt der acht ermittelten qualitativen Beurteilungen (Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Relevanz, Publikumsnähe, Einzigartigkeit, Nutzwert, Unterhaltungswert, Jugendlichkeit) entspricht.

Eine erstaunliche Entwicklung erfährt das Online-Portal "Watson", das sein Brandimage in den letzten Jahren kon­tinuierlich gesteigert hat und in diesem Jahr den Sprung unter die zehn stärksten Deutsch­schweizer Medien­marken geschafft hat. Mit seinem Infotainment-Mix schafft "Watson" vor allem bei einem jungen mobilen Publikum den Spagat zwischen seriöser Information und süffiger Unterhaltung.
Watson unter den Top 10: Das Onlineportal hat massiv an Bekanntheit gewonnen.
Watson unter den Top 10: Das Onlineportal hat massiv an Bekanntheit gewonnen. (© zvg.)
Aufsteiger des Jahres unter den regionalen Medienmarken ist das Berner Oberländer Radio BeO, das auf Anhieb den ersten Platz der zehn stärksten regionalen Medienmarken belegt. Seine lokale Verankerung schlägt sich in einer hohen Wertschätzung durch das Publikum nieder. Ebenfalls stark zugelegt hat die "Zentralschweiz am Sonntag", die ihr Markenprofil erheblich schärfen konnte. Im Raum Zürich erlebt "Planet 105" einen markanten Aufschwung. Das Jugendradio überzeugt das Publikum deutlich stärker als noch im Vorjahr.
Zwei zweisprachige Sender gehören zu den Top 10 der glaubwürdigsten regionalen Medienmarken.
Zwei zweisprachige Sender gehören zu den Top 10 der glaubwürdigsten regionalen Medienmarken. (© zvg.)
Gleich acht Lokalradios sind punkto Markenstärke in den Regionen unter den Top 10. Zeitungsbrands sind weniger bekannt.
Gleich acht Lokalradios sind punkto Markenstärke in den Regionen unter den Top 10. Zeitungsbrands sind weniger bekannt. (© zvg.)
Neben der qualitativen Ausstrahlung der Medienmarken untersucht MediaBrands auch deren Nutzung. Dabei zeigt sich, dass die digitale Nutzung via Internet und Smartphone eine immer grössere Bedeutung erlangt. Fast drei Viertel der Deutschschweizer nutzen inzwischen mobiles Internet. Dies bedeutet aber nicht, dass die klassische Nutzung von der digitalen Nutzung verdrängt wird. Vielmehr werden die verschiedenen Kanäle kombiniert. Bei den Tageszeitungs­marken ist die komplementäre Nutzung, das heisst Print und digital, bereits Standard. Über die Hälfte der Deutschschweizer nutzen Zeitungsmarken inzwischen auch auf ihrem Smartphone. Ein Generationenwechsel zeichnet sich gleichwohl ab: Für die unter 30-Jährigen haben die klas­sischen (analogen) Medien nur noch geringe Bedeutung, viel wichtiger als Zeitungen, Radio und Fernsehen sind ihnen die Sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram, etc.
MediaBrands 2016 – Methodische Eckdaten
Grundgesamtheit. Bevölkerung von 15 bis 74 Jahren in der deutschen Schweiz; Erhebungstechnik: CAWI (Demoscope e-sample); Markenidentifikation: bildgestützt; Stichprobe Deutsche Schweiz: 3.274 Personen (Demoscope e-sample), quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Wohnkanton; Maximaler Vertrauensbereich: +/- 1,7 %; Erhebungszeitraum: März bis Mai (D-CH); Erhobene Marken: 111
Seit 2013 untersucht Publicom im Rahmen der MediaBrands-Studie die qualitative Beurteilung von Medienmarken in der Schweiz. Für die aktuelle Studie wurden über 4.800 Personen danach gefragt, wie sie die konsumierten Medien qualitativ beurteilen. Dadurch entsteht für jede der untersuchten Medienmarken ein differenziertes Markenprofil.



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