"Luzerner Zeitung"

Mischte sich unter die Pendler am Luzerner "Notbahnhof"

Nach der Zugsentgleisung in Luzern nutzten Mitarbeitende der "Luzerner Zeitung" die nach wie vor speziellen Umstände für die Pendler für eine Aufmunterung mittels Zeitung und Schoggiherzen.
zvg
Nach der Zugsentgleisung in Luzern nutzten Mitarbeitende der "Luzerner Zeitung" die nach wie vor speziellen Umstände für die Pendler für eine Aufmunterung mittels Zeitung und Schoggiherzen.
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Des einen Leid, des andern Chance: Seit der Zugsentgleisung am Mittwochnachmittag ist der Luzerner Bahnhof blockiert. Mitarbeitende der LZ Medien haben den Pendlerinnen und Pendlern heute früh den Start in den Tag versüsst und rund 1000 Exemplare der "Luzerner Zeitung" plus Schoggiherzli verteilt.
Die Bahnhof-Blockade hat massive Auswirkungen auf die Mobilität der Berufspendler und Ausflügler, da die Weg- und Zufahrten aus und in die Stadt Luzern aus Zürich und Basel/Bern nur noch mit Bussen möglich sind. Aufgrund dieses Ausnahmezustands hat die "Luzerner Zeitung" heute Morgen eine Aktion für die Pendlerinnen und Pendler lanciert: Von 6 bis 7.30 Uhr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Redaktion und Verlag 1000 LZ-Exemplare gratis verteilt, Schoggiherzli inklusive. Die Zeitungsverteilaktion am "Notbahnhof" auf dem Luzerner Europaplatz ist bei den Pendlerinnen und Pendler auf viel Sympathie gestossen.


Die aktuelle LZ-Ausgabe setzte auch am Tag zwei nach der Bahnhofsschliessung in der Berichterstattung einen Schwerpunkt zum verkehrstechnischen Grossereignis. Mit einem prominenten, auch kommentatorischen, Auftritt zum Thema auf der Frontseite sowie drei weiteren Seiten im Regionalbund, beleuchtet die LZ unter anderem die politische Komponente der Bahnhof-Blockade. So will etwa der Luzerner Regierungsrat, wie Volkswirtschaftsdirektor Robert Küng (FDP) im Interview betont, die Situation nutzen, um den Druck beim Bund für die Umsetzung des Projekts Tiefbahnhof zu erhöhen. Das 2,5 Milliarden Franken schwere Projekt sieht vor, aus dem Luzerner Sack- einen Durchgangsbahnhof zu machen.

Nach der Zugsentgleisung am Mittwochnachmittag müssen die SBB bis Sonntagabend 400 Meter Gleis- und Stromanlagen wieder instand stellen. Einzig per Schmalspur kann die Zentralbahn aus Richtung Nid- und Obwalden den mit rund 50.000 täglichen Nutzern grössten Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs in der Zentralschweiz derzeit noch anfahren.

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