Leo Burnett Germany

Neu für kleine "Grosspromotionen" von Feldschlösschen zuständig

Bei Leo Burnett Germany freut man sich über den neuen Schweizer Kunden, trägt aber etwas gar dick auf: Client Service Director Martin Krauter und Tanja Daniel, Director Marketing.
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Bei Leo Burnett Germany freut man sich über den neuen Schweizer Kunden, trägt aber etwas gar dick auf: Client Service Director Martin Krauter und Tanja Daniel, Director Marketing.
Leo Burnett Germany setzte sich "in einem international besetzten Pitch" der Feldschlösschen Getränke AG, Rheinfelden/Schweiz, gegen drei Mitbewerber durch. So jedenfalls kommuniziert es die Agentur. Und spricht grossspurig von "Grosspromotionen". Doch gemäss Feldschlösschen geht es nur um "sehr kleine Promotionen".
Ab sofort entwickelt und realisiert Leo Burnett Germany für das gesamte Biersortiment des Getränke-Herstellers Großpromotionen, die ab August 2017 im Schweizer Lebensmitteleinzelhandel zu sehen sein werden. "Feldschlösschen ist die führende Brauerei der Schweiz. Mit der Umsetzung des neuen Promotion-Auftritts verhelfen wir der Marke zu mehr Sichtbarkeit am PoS und sorgen dafür, dass aus Shoppern Biertrinker werden", erläutert Martin Krauter, der gemeinsam mit seinem Team den Neukunden verantwortet. So weit die Pressemitteilung.
Über Leo Brurnett Deutschland
Leo Burnett Germany gehört zu Leo Burnett Worldwide, einem der größten Agentur-Netzwerke mit 87 Büros in 70 Ländern und über 8.000 Mitarbeitern weltweit. Leo Burnett Worldwide ist seit dem 1. Oktober 2002 eine hundertprozentige Tochter der Publicis Groupe (www.publicisgroupe.com) und seit 1. Januar 2016 Teil von Publicis Communications.

"Ein sehr kleiner Auftrag für ein sehr spezifisches Thema"

Die Wörter "internationaler Pitch", "Grosspromotionen", "gesamtes Biersortiment" klingen enorm, fast so, als ob künftig Feldschlösschens Bierwerbung aus dem Ausland? HORIZONT Swiss fragte deshalb bei Feldschlösschen in Rheinfelden AG nach und erhielt von Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation überraschende (schriftliche) und erfrischende Antworten.
War Leo Burnett Deutschland etwas zu vorlaut? Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation von Feldschlösschen, muss jedenfalls ziemlich korrigieren.
© zvg.
War Leo Burnett Deutschland etwas zu vorlaut? Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation von Feldschlösschen, muss jedenfalls ziemlich korrigieren.
Auf die Frage, warum der Pitch überhaupt international ausgeschrieben worden ist, schrieb sie wörtlich: "Es handelte sich nicht um einen Pitch für eine klassische Kampagne, sondern um einen sehr kleinen Auftrag für ein sehr spezifisches Thema. Es geht um eine sehr kleine Promotion, die wir mit einem Kunden und nur für zwei Wochen durchführen." Auf diesen Gebieten sei es hin und wieder sinnvoll, Erfahrungen aus anderen Märkten einfliessen zu lassen.

Leo Burnett Deutschland scheint also etwas geblufft zu haben. Aber wir wollen es genauer wissen. Etwa: Nahmen an besagtem "internationalem Pitch" auch Schweizer Agenturen teil? "
Ja, selbstverständlich", schreibt Gerber. Und was hat an Leo Burnett Deutschland überzeugt? Gerber: "Die Erfahrung und Spezialisierung mit dem Thema und die Resultate der entsprechenden Marktforschung."
„Es geht um eine sehr kleine Promotion, die wir mit einem Kunden und nur für zwei Wochen durchführen.“
Gaby Gerber, Leiterin Unternehmenskommunikation der Feldschlösschen in Rheinfelden AG
Da stellt sich natürlich die Frage, ob
 Feldschlösschen erstmals eine ausländische Agentur in der Schweiz beauftragt oder ob dies auch schon der Fall war. "Nur für sehr spezifische, sehr kleine Themen werden hin und wieder internationale Pitch ausgeschrieben. Dies kam auch in der Vergangenheit schon mal vor", erklärt sie.

"Im Lead sind nach wie vor die Schweizer Agenturen"

Um aber noch einmal auf die Mitteilung von Leo Brunett Deutschland zurückzukommen, sprechen wir noch die aktuellen Kooperationen zwischen der Brierbrauerei-Kette und diversen Agenturen an. Konkret arbeitete 
Feldschlösschen zuletzt mit mindestens drei Schweizer Agenturen zusammen: Bei Cardinal sorgte Erdmannpeisker für eine Kampagne mit dem neuen Markenbotschafter Bastian Baker, bei Hürlimann nahm Walker eine Marken-Relaunch vor, und Braufrisch gewann mit Wirz Zürich die Marketing Trophy 2017. Ändert sich daran nun etwas? Gerber stellt klar: "Unsere Kampagnen werden von Schweizer Agenturen ausgeführt, die den Markt sehr gut kennen. Wir arbeiten nur für kleine sehr spezifischen Themen hin und wieder mit internationalen Spezialisten zusammen. Es ändert sich nichts für diese Kooperationen." Trotzdem noch eine Anschlussfrage: Wie genau sieht die Arbeitsteilung aus? Und mit welchen anderen Agenturen pflegt Feldschlösschen derzeit sonst noch eine Zusammenarbeit? Gerber: "Die Agentur wurde nur für ein kleines, sehr spezifisches Thema engagiert und bestimmt nicht die Werbekampagne von unseren Marken. Im Lead sind nach wie vor die Schweizer Agenturen. Wir beschäftigen zahlreiche Agenturen. Eine Liste können wir Ihnen nicht zur Verfügung stellen." knö


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