Mediagenturen

LSA fordert Planungstool für Printmedien und Transparenz von AdAgent

Beat Krebs, LSA-Vizepräsident und CEO bei Publicis Media
zvg.
Beat Krebs, LSA-Vizepräsident und CEO bei Publicis Media
Nach der Insolvenz der Publicitas melden die führenden Mediaagenturen der Schweiz ihre Bedürfnisse an ein zukünftiges Tool für die Planung und Buchung von Printmedien an und fordern die Verlage auf, ihre Verantwortung für das Print-Gattungsmarketing schnell wahrzunehmen.

Die schnelle Umsetzung eines Planungs- und Buchungstool  für Printmedien sei für diese überlebenswichtig, schreiben die im Agenturverband Leading Swiss Agencies organisierten Schweizer Medieagenturen in einer Medienmitteilung zu den Folgen der Publicitas-Insolvenz.


Es sollte im primären Interesse der Verlage sein, dem Markt zeitnah einen einheitlichen Standard mit einem modernen Tool zur Verfügung zu stellen, mit welchem Printplanungen vollständig, sicher, plattformunabhängig, zuverlässig und benutzerfreundlich abgewickelt werden können, heisst es darin. „Es ist wichtig, dass die Printbranche in dieser Situation geschlossen agiert. Es wird hoffentlich in kurzer Zeit möglich sein, Planungen und Buchungen für alle Titel wieder über ein Tool abzuwickeln», betont Beat Krebs, CEO Publicis Media und Vizepräsident des LSA, der die Bemühungen der Verlage, eine Nachfolgegesellschaft zur Publicitas auf die Beine zu stellen grundsätzlich begrüsst.

Ganz glücklich ist der LSA mit dem Auftreten der Nachfolgegesellschaft AdAgent aber nicht. „Wie stellt Ad Agent sicher, dass Informationen, welche nicht die Trägerunternehmen von Ad Agent betreffen, vertraulich behandelt werden?“ fragt Catherine Purgly, Geschäftsführerin des Verbands LSA du formuliert damit die Sorge der LSA-Mediaagenturen bezüglich der Neutralität von AdAgent, die laut dem Verband „noch nicht zufriedenstellend beantwortet wurde“.

Auf der operativen Ebene sei zudem sicherzustellen, dass auch der ganze Bereich der Special Interest- und Fachtitel abgedeckt werde, der sehr aufwändig in der Planung sei. Zur Abdeckung gehört für den LSA auch, dass alle Titel über Ad Agent gebucht werden können, unabhängig davon, ob Ad Agent eine Vereinbarung mit diesen abschliesst oder nicht. „Die Erwartungen des LSA an eine Branchenlösung, wie sie die neu gegründete Gesellschaft Ad Agent angekündigt hatte, sind hoch. Deshalb haben wir Bereitschaft signalisiert, an einer Lösung mitzuarbeiten“, sagt Purgly. ems



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