Knatsch um SBB-Ausschreibung

Tamedia und Neo Advertising fechten Vergabe der SBB-Werbeflächen an

 Diese Werbeflächen darf die APG ab 2019 weiter vermarkten. Jedenfalls gemäss SBB. Doch diesen Entscheid fechten nun Tamedia und Neo Advertising an.
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Diese Werbeflächen darf die APG ab 2019 weiter vermarkten. Jedenfalls gemäss SBB. Doch diesen Entscheid fechten nun Tamedia und Neo Advertising an.
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Im November hatte die SBB die APG ab 2019 während fünf bis zehn Jahren exklusiv mit der Vermarktung sämtlicher Werbeflächen in Bahnhöfen und Zügen beauftragt. Tamedia und Neo Advertising sind damit nicht einverstanden und gehen vor Bundesverwaltungsgericht.
Im Januar 2017 hatte die SBB die Vermarktung all ihrer digitalen und analogen Aussenwerbeflächen ab 2019 öffentlich ausgeschrieben. Neben anderen Aussenwerbeunternehmen bewarb sich auch Tamedia gemeinsam mit der Genfer Neo Advertising um den Auftrag. Anfangs November teilte die SBB mit, die APG ab 2019 weiterhin während fünf bis zehn Jahren exklusiv mit der Vermarktung sämtlicher Werbeflächen in Bahnhöfen und Zügen beauftragen zu wollen. Bei den SBB-Aussenwerbeflächen handelt es sich um den grössten Vermarktungsauftrag in diesem Bereich in der Schweiz.

Nach vertiefter Analyse haben sich Tamedia und Neo Advertising entschieden, gegen den Vergabeentscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen. Die Schweizer Mediengruppe und der Aussenwerbe-Spezialist wollen damit klären lassen, ob das Vergabeverfahren rechtmässig durchgeführt und die von der SBB festgelegten Ausschreibungsbedingungen eingehalten wurden.

Tamedia und Neo Advertising beantragen deshalb beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung des Zuschlags an die APG und eine Neuausschreibung der Vermarktung der SBB-Aussenwerbeflächen. Damit sollen alle potentiellen Kandidaten eine faire Möglichkeit erhalten, sich in einem transparenten Verfahren um die Vermarktung der SBB-Aussenwerbeflächen zu bewerben.

Mit Blick auf das laufende Verfahren werden Tamedia und Neo Advertising dieses bis zu einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts nicht weiter kommentieren.

Tamedia übernimmt 2018 Mehrheit an Neo Advertising

Auf den 1. Januar 2018 übernimmt Tamedia zudem wie angekündigt die Mehrheit der Neo Advertising SA mit Sitz in Genf. Durch die Kombination von Print- und Online-Werbung mit Plakat- und digitaler Aussenwerbung sollen die Werbekunden von Tamedia und Neo Advertising von neuen Angeboten profitieren und medien- und plattformübergreifende Kampagnen einfacher buchen können. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission hatte der Übernahme Anfang September 2017 zugestimmt.

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