Kommunikation Schweiz

Neuen Vorschlag für das Tabakproduktegesetz zurückgewiesen

Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
KS/CS Kommunikation Schweiz lehnt nach erster Durchsicht des neuen Vorentwurfs für das Tabakproduktegesetz das geplante Verbot ab, Tabak­waren in Gratiszeitungen und -zeitschriften zu bewerben.
KS/CS Kommunikation Schweiz setzt sich nach eigenen Angaben "nach wie vor für einen griffigen Jugendschutz ein und unterstützt neben dem Mindestalter 18 Jahre für die Abgabe von Tabakwaren auch das Verbot, Tabakwerbung speziell an Minderjährige zu richten". Dass dazu auch ein Verbot gehören soll, Tabakprodukte generell in Gratiszeitungen und im Internet zu bewerben, erachtet der Dachverband der kommerziellen Kommunikation jedoch nicht als zielführend.


Der Nutzen eines solchen Verbots stehe in keinem Verhältnis zur Einschränkung der Wirtschaft- und Werbefreiheit. So haben zum Beispiel die meisten betroffenen Print­medien gemäss der Wemf (AG für Werbemittelforschung) einen Anteil von deutlich unter zehn Prozent Leserinnen und Leser zwischen 14 und 17 Jahren. Selbst "20minuten friday" zähle gerade mal 12 Prozent Jugendliche zu seiner Leserschaft.

Diese Angaben lägen auch der Selbstregulierung von Swiss Cigarette zugrunde, der die Schweizerische Lauterkeitskommission als Kontrollinstanz dient, schreibt KS/CS. Die drei grossen Schweizer Zigaretten-Herstellerwürden sich darin bereits seit 2005 verpflichten, ihre Kommunikation ausschliesslich an Erwachsene zu richten.


KS/CS wird den neuen Vorschlag im Detail prüfen und inner­halb der gesetzten Vernehmlassungsfrist Stellung beziehen. Schon jetzt gibt der Dach­verband der kommerziellen Kommunikation jedoch zu bedenken, dass neue Werbe­verbote im bereits sehr stark regulierten Markt keinerlei Garantie bieten, dass weniger Menschen zum Glimmstengel greifen.
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