KS/CS

Kommunikationsplaner heissen neu "Kommunikationsfachleute"

Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
Ab kommendem Jahr heissen die Kommunikationsplanerin­nen und -planer neu und begrifflich offener Kommunikationsfachleute. Gleich­zeitig werden die Kandidatinnen und Kandidaten nach einer neuen Prüfungsordnung exa­miniert, die auf einer umfassenden Berufsfeldanalyse fusst.
Vor knapp zwei Jahren startete KS/CS Kommunikation Schweiz mit einer umfassenden Berufsfeldanalyse, um zu klären, welche Anforderungen heute an die Kom­munikations­planer/innen gestellt werden und welche Kompetenzen sie mitbringen müssen. Auf dieser Basis wurden neue Qualifikationsprofile für die eidgenössische Berufsprüfung definiert, die der Dachverband der kommerziellen Kommunikation im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) organisiert. Das Endergebnis dieses Pro­zesses ist eine neue Prüfungsordnung sowie die zugehörige Wegleitung. Die letzte Hürde nahmen die neuen Richtlinien Ende April als sie im Bundesblatt ausgeschrieben wurden und keine Beschwerden nach sich zogen.

KS/CS Kommunikation Schweiz unterzieht zurzeit auch die Höhere Fachprüfung Kom­munikationsleiter/innen einer Berufsfeldanalyse mit dem Ziel, sie ebenfalls den ak­tuellen Markterfordernissen anzupassen. Dafür benötigt der Dachverband noch ein wenig Zeit. Die modifizierte Prüfungsordnung wird nicht vor 2020 in Kraft treten.

Online, Kreation und Marketing erhalten mehr Gewicht

Zu den wichtigsten Neuerungen in der Prüfungsordnung Kom­munikations­planer/in ge­hö­ren Teile der bisherigen MarKom-Zertifikatsprüfung, die ab 2019 als Zulassungsbedingung wegfällt. Das betrifft vor allem die Grundlagenfächer Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Werberecht und Werbewirtschaft, die in einer stündi­gen schriftlichen Prüfung abgefragt werden. Auch dem Marketing wird mit einer neunzig­minütigen Prüfung wieder vermehrt Rechnung getragen. Die Hauptfächer Reali­sa­tion/Produktion und Media wurden inhalt­lich modernisiert, während die Kommunikation neu auch einen Kreationsteil umfasst. Und nicht zuletzt wird dem Onlinebereich ganz ge­nerell ein höherer Stellenwert zugeschrieben.

Eidg. Fachausweis Kommunikations­fach­frau und Kommunikationsfachmann

Die neue Prüfungsordnung wurde zum Anlass genommen, den Titel der Abschlüsse der heutigen Usanz anzupassen. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Prü­fung erhalten ab kommendem Jahr den neuen Titel eidg. Fachausweis Kommunikations­fach­frau/-fachmann bzw. geschlechtsneutral Kommunikationsfachleute. Neu ist dieser Abschluss doppelt attraktiv, da der Bund seit diesem Jahr 50 Prozent der individuellen Ausbil­dungs­kosten übernimmt. Vorausgesetzt wird lediglich, dass die eidgenössische Berufs­prüfung absolviert wird.

Die ersten Prüfungen unter der neuen Prüfungsordnung

Die ersten Prüfungen für Kommunikationsfachleute unter neuer Prüfungsordnung finden am 5./6. März 2019 in Zürich (schriftlich) sowie am 11./12. April 2019 in Biel (mündlich) statt. Anmeldungen nimmt der Dachverband der kommerziellen Kommunikation bis am Mittwoch, 10. Oktober 2018, entgegen. Interessenten finden das entsprechende Anmelde­­formular sowie zusätz­liche Informationen über das Weiterbildungsangebot in der Kommu­nikations­branche auf der Website ks-cs.ch im Bereich "Weiterbildung".


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