Jung von Matt

Menschen auf Schwimmwesten portraitiert

Beim Projekt "Life Jacket" wurden reale syrische Flüchtlinge auf Syrt interviewt...
zvg
Beim Projekt "Life Jacket" wurden reale syrische Flüchtlinge auf Syrt interviewt...
Mit dem Project "Life Jacket" der Organisationen The Voice Of Thousands, Borderfree, Schwizerchrüz und andern NGOs will Jung von Matt  das Flüchtlingsdrama wieder auf die Agenda von Politikern, Medien und EU-Bürgern setzen.

Aktuell befinden sich weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Menschen, die mit einem Wort stigmatisiert werden: Flüchtling. Häufig mit Kriminalität, Gewalt und Armut assoziiert, geht das Bewusstsein verloren, dass diese Menschen vor ihrer Flucht ein ganz normales Leben geführt haben. Genau deshalb hat die Schweizer NGO "The Voice Of Thousands" mit Unterstützung von "Borderfree" und "Schwizerchrüz" das Project "Life Ja- cket" initiiert. Das Projekt wird von Organisationen und Vereinen aus ganz Europa getragen und unterstützt.

...und ihr Leben vor der Flucht auf Schwimmwesten gezeichnet.
...und ihr Leben vor der Flucht auf Schwimmwesten gezeichnet. (© zvg)
Das Projekt basiert auf einer starken, emotionalen Idee: "Wir haben aus Syrien geflüchtete Menschen in den Camps von Griechenland besucht und die Lebensgeschichte von neun Personen auf ihre Schwimmwesten gezeichnet, die sie bei ihrer Überfahrt trugen", sagt Michael Grossenbacher, Mitinitiant von Project "Life Jacket" und Co-Präsident von The Voice Of Thousands. Die Zeichnungen zeugen von ihrem Leben vor den Kriegen, ihrem Leben, bevor sie sich eine Schwimmweste überstreiften und damit auch das Stigma "Flüchtling". Diese Botschaft wird im dokumentarischen Kurzfilm, auf den gezeichneten Westen sowie auf der interaktiven Plattform www.projectlifejacket.com eindrücklich vermittelt.
Auf der Plattform www.projectlifejacket.com kann die ganze Welt die neun Lebensgeschichten anhand der illustrierten Schwimmwesten und Interviews hautnah miterleben. "Wir möchten mit dieser Initiative nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch gleich Möglichkeiten geben, direkt und sinnvoll zu helfen", sagt Grossenbacher. Auf der Plattform besteht daher die Möglichkeit, eine oder mehrere beteiligte Organisationen und damit auch die betroffenen Menschen mit Sach-, Zeit- oder Geldspenden zu unterstützen.

Die Schwimmwesten wurden Schweizer Medienvertretern am 7. Dezember im Rahmen einer Ausstellung im Walcheturm vorgestellt. Bis am Samstag kann das Anliegen mit einem Thunderclap zusätzlich unterstützt werden.

 




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