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Virtual und Augmented Reality eröffnen neue Perspektiven

Am IGEM-Anlass konnten die Teilnehmenden Virtual Reality und Augmented Reality auch konkret ausprobieren.
Oscar Alessio, © Oscar Alessio
Am IGEM-Anlass konnten die Teilnehmenden Virtual Reality und Augmented Reality auch konkret ausprobieren.
Die Technologie für VR ist bereit, die Zahl der Nutzer aber noch sehr klein. Für einen breiten kommerziellen Einsatz fehlt deshalb die Reichweite. Native Advertising dürfte für die Förderung der Technologie deshalb eine wichtige Rolle spielen. Dies ist das Fazit eines IGEM-Anlasses zum Thema Virtual Reality.

Die Technologie ist da und auch für jedermann erschwinglich, das Handling ist aber noch gewöhnungsbedürftig. Es wird sich zeigen, wie viele Menschen bereits sind, sich völlig von der Aussenwelt abzukapseln, um in ein virtuelles Erlebnis einzutauchen. Klar: Das Gefühl, mitten im Irak an einer Wüstenstrasse zu stehen und zu sehen, was dort abgeht, ist Welten intensiver als ein entsprechender Bericht über einen üblichen Screen. Ein solches Beispiel hatte die seit drei Jahren bestehende BlickVR-Einheit produziert. Ihr Leiter Sebastian Pfotenhauer zeigte es am letzten Dienstag an einem Anlass der Interessengemeinschaft Elekronische Medien (IGEM). Für ein Boulevardmedium ist diese Art der Newsvermittlung möglicherweise besonders interessant, da der Nutzer so nah dran ist, wie noch nie zuvor.

Doch die Tatsache, dass in der Schweiz höchstens fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung über wenigstens einmalige praktische VR-Erfahrung verfügen, schränkt die kommerzielle Umsetzung im Moment noch stark ein. Trotzdem ist auch Guido Trevisan, Marketing Director von Goldbach Media überzeugt von der neuen Technologie. Er konnte auf erste Erfahrungen mit Arosa und Minor verweisen, die vor allem auf Facebook zum Erfolg wurden. Generell räumt Trevisan aber der Augmented Realitiy (Projektion der Realität auf den Screen mit Ergänzungen durch örtlich spezifische Informationen) die grösseren Chancen ein.

Auch die Hololens-Technologie konnte ausprobiert werden.
Oscar Alessio, © Oscar Alessio
Auch die Hololens-Technologie konnte ausprobiert werden.

Welche Möglichkeiten sich hier bieten, zeigten die beiden Swisscom-Leute John Rice, Innovation Director, und Thomas Rajman, Head of Digital Media. So ist es mit der Hololens-Technologie zum Beispiel möglich, zuhause in der guten Stube den IKEA-Katalog an den Boden zu legen, ein bestimmtes Sofa zu fixieren und es virtuell in der eigenen Stube anzusehen. Oder eine geplante Ladeneinrichtung kann virtuell sichtbar gemacht und dann "begangen" werden. Oder Architekten können über die VR-Technologie Details eines Neubaus mit den Leuten vor Ort anhand des gleichen Modells besprechen.

Noch einen Schritt weiter geht Cornelius Kistler, Partner der ClickOn GmbH, der die (allerdings nicht ganz billige) Hololens von Microsoft gleich als Ersatz sämtlicher Screens vom Handy bis zum TV sieht. Die Zukunft muss zeigen, wie weit dies zur Realität wird.
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