Worte von Hanspeter Lebrument (Folge I)

"Hinterhalt hat bei der SRG System"

Shake Hands zwischen Hanspeter Lebrumnent und Roger De Weck an der Dreikönigstagung 2011. Seither sind aber Lebruments verbale Attacken gegen die SRG deutlich schärfer geworden.
Markus Knöpfli, knö.
Shake Hands zwischen Hanspeter Lebrumnent und Roger De Weck an der Dreikönigstagung 2011. Seither sind aber Lebruments verbale Attacken gegen die SRG deutlich schärfer geworden.
Da Hanspeter Lebrument Ende Jahr als Präsident des Verbands Schweizer Medien zurücktritt, wird er keine präsidiale Rede mehr zur alljährlichen Dreikönigstagung halten. Deshalb blickt HORIZONT Swiss zurück und zitiert aus Lebruments Reden – in mehreren thematischen Folgen.
Heute beginnen wir mit einer Zitatenserie zur SRG, Lebruments Lieblingsthema. Sie war seit 2011 jedes Jahr das Thema – ausser 2014.

Dreikönigstagung 2011: "Die SRG wurde immer fetter und immer stärker."

Dreikönigstagung 2012: "Misstrauen, nicht Partnerschaft, zeichnet seit Jahrzehnten das Verhältnis zwischen privaten Medien und SRG aus."

Dreikönigstagung 2012: "Unsere Erfahrungen mit der SRG sind keine Erfolgsgeschichte. Wir hatten stets einen Partner, dem wenig daran gelegen war, mit uns zusammenzuarbeiten."

Dreikönigstagung 2013: "SRG und Google sind zu den bedeutendsten Gegnern der Beibehaltung und Entwicklung einer vielfältigen föderalistischen und privaten Medienwelt in diesem Lande geworden. Die heutigen Gesetze und Verordnungen helfen sowohl Google wie SRG, ein dem Land dienliches System nachhaltig zu gefährden."

Dreikönigstagung 2013: "Die Expansion der SRG ist mit ein wesentlicher Grund, dass wir in den letzten 10 bis 15 Jahren die grösste Konzentration an Medien erlebt haben. Die von der SRG geltend gemachte Konkurrenzierung durch ausländische Sender aus Deutschland, Italien und Frankreich ist eine Scheinaussage."

Dreikönigstagung 2013: "Seit der Ära des Vorgängers des heutigen Generaldirektors, der den öffentlich rechtlichen Rundfunk auf 18 Radio- und 8 Fernsehstationen ausbaute, und der heutigen Ära ist – und man hat das so drastisch zu sagen – der Krieg zwischen den Privaten und den Staatlichen ausgebrochen."

Dreikönigstagung 2015: "Ein Werbeverbot (für die SRG; Anmerkung der Redaktion) hätte den Vorteil, dass die SRG sich voll auf ein schmäleres, mit wenig Kanälen ausgestattetes Programm konzentrieren und sich aus dem Schlachtfeld um grössere Werbeanteile mit den Privaten zurückziehen könnte. Es wäre eine glückliche Fügung, wenn die SRG mit den europaweit höchsten Gebühren leben könnte. Die Verleger sind der Meinung, dass dies möglich ist."

Dreikönigstagung 2016: "Hinterhalt hat bei der SRG System."

Dreikönigstagung 2016: "Den Dienstleistungscharakter, den Service, der im Wort 'Service public' steht, spüre ich zu wenig."

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