NZZ-Mediengruppe II

Weniger Umsatz in Luzern, mehr in St. Gallen, beidenorts mehr Gewinn

zvg.
Die Tagblatt Medien in St. Gallen  erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 6,6 Prozent mehr Umsatz und 30.3 Prozent weniger Gewinn, die LZ Medien reduzierte Beides – den Umsatz um 7 Prozent, den Gewinn um 4.8 Prozent.

Die LZ Medien erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 112,3 Millionen Franken. Gegenüber Vorjahr entspricht dies einer Abnahme um 8,4 Millionen Franken oder 7 Prozent. Der Rückgang ist auf den anhaltenden Strukturwandel im Medienmarkt zurückzuführen. In diesem herausfordernden Marktumfeld erzielten die LZ Medien einen operativen Gewinn (EBIT) von 7,3 Millionen Franken. Dies sind 1,7 Millionen Franken oder 18,9 Porzent weniger als im Vorjahr. Das starke Finanzergebnis führte dazu, dass sich der Gruppengewinn im Berichtsjahr jedoch nur um 0,4 Millionen Franken auf 8,0 Millionen Franken reduzierte (-4.8%).


Die Einnahmen aus dem Werbemarkt entwickelten sich im Einfluss des strukturellen Wandels in der Medienbranche mit -13,9 Prozent stark rückläufig. Diese Entwicklung schlägt sich auch leicht im Nutzermarkt nieder. Beim Druckertrag sind aufgrund des weiterhin intensiven Wettbewerbs im Akzidenzdruck ebenfalls Einbussen zu verzeichnen. Auf der Kostenseite führten vor allem Effizienzsteigerungsmassnahmen und die Nutzung von weiteren Synergien mit den Tagblatt Medien zu Einsparungen. Der Betriebsaufwand sank um 6,7 Millionen Franken auf 104,9 Millionen Franken, was einem Rückgang von 6 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Der EBIT beträgt 7,3 Millionen Franken und liegt damit um 1,7 Millionen Franken unter Vorjahr. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 7,5 Prozent auf 6,5 Prozent.
Joint Venture mit AZ Medien
Wie im Dezember 2017 bekanntgegeben, will die NZZ-Mediengruppe gemeinsam mit den AZ Medien ein Regionalmedien-Joint-Venture gründen. So soll sichergestellt werden, dass diese Medien im fortschreitenden Konsolidierungsprozess der Branche auch in Zukunft aus einer Position der Stärke agieren können. Das neue Medienunternehmen werde die nötige Finanzkraft haben, um langfristig in die Weiterentwicklung seiner Marken und Produkte zu investieren und mit Innovationen die digitale Transformation zu forcieren, schreibt die NZZ Mediengruppe. Dabei werde es weiterhin auf seine lokale und regionale Verankerung setzen. Das Joint Venture steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbskommission.
Das Finanzergebnis fällt deutlich besser aus als im Vorjahr, was vor allem auf Gewinne aus Beteiligungsveräusserungen und eine bessere Rendite an den Kapitalmärkten zurückzuführen ist. Der Gruppengewinn beträgt 2017 8,0 Millionen Franken, was im Vorjahresvergleich einer Reduktion um 0,4 Millionen Franken entspricht. Die Bilanzsumme beläuft sich per Ende 2017 auf 119,5 Millionen Franken, wovon der Anteil an Eigenkapital mit 75,6 Prozent oder 90,4 Millionen Franken sehr solide ist.

Strukturwandel prägt Ergebnis der Tagblatt Medien

Die Tagblatt Medien erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 114,2 Millionen Franken. Gegenüber Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 7,1 Millionen Franken oder 6,6 Prozent und begründet sich im Wesentlichen mit der Integration der NZZ Fachmedien AG. Unter dem Einfluss des strukturellen Wandels in der Medienbranche und damit schwierigen Marktbedingungen sank der operative Gewinn (EBIT) um 2,5 Millionen Franken auf 5,2 Millionen Franken. Der Gruppengewinn reduzierte sich im Berichtsjahr deutlich um 2,0 Millionen Franken auf 4,6 Millionen Franken (-30.3%).
Tiefere Dividenden in Luzern und St. Gallen
Der Verwaltungsrat der LZ Medien beantragt der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von 75 Franken pro Aktie (Vorjahr 80 Franken) und infolge der weiterhin hohen verfügbaren Nettoliquidität zusätzlich eine Sonderdividende von 25 Franken pro Aktie (Vorjahr 60 Franken).

Der Verwaltungsrat der Tagblatt Medien beantragt der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von 75 Franken pro Aktie (Vorjahr: 90 Franken) und infolge der weiterhin hohen verfügbaren Nettoliquidität zusätzlich eine Sonderdividende von 25 Franken pro Aktie (Vorjahr: 80 Franken).
Die Erträge aus dem Werbemarkt im Bereich Print sowie Radio und TV entwickelten sich aufgrund des strukturellen Wandels in der Medienbranche stark rückläufig. Auf der Kostenseite führte die Integration der NZZ Fachmedien AG zu Mehraufwand. Dieser wurde mit Einsparungen durch Effizienzsteigerungsmassnahmen und die Nutzung von weiteren Synergien mit den LZ Medien teilweise neutralisiert. Der Betriebsaufwand nahm um 9,6 Millionen Franken auf 109,0 Millionen Franken (9,6% gegenüber Vorjahr) zu. Die hauptsächlich aus dem Werbemarkt entstandenen Umsatzeinbussen konnten nur teilweise kompensiert werden. Der EBIT beträgt 5,2 Millionen Franken und liegt damit um 2,5 Millionen Franken unter Vorjahr. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 7,1 Prozent auf 4,5 Prozent.

Der Gruppengewinn beträgt 2017 4,6 Millionen Franken, was im Vorjahresvergleich einer Gewinnabnahme um 2,0 Millionen Franken entspricht. Die Bilanzsumme beläuft sich per Ende 2017 auf 94,1 Millionen Franken, wovon der Anteil an Eigenkapital mit 63,5 Prozent oder 59,8 Millionen Franken sehr solide ist.



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