Obstmarketing

Erstaunlich: Kerstin Cook soll Bekanntheit des Apfels "Pink Lady" gesteigert haben

Eine Ex-Miss Schweiz mit derart langen Fingernägeln soll den Absatz von Pink Ladys tatsächlich gefördert haben? wer glaubts?
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Eine Ex-Miss Schweiz mit derart langen Fingernägeln soll den Absatz von Pink Ladys tatsächlich gefördert haben? wer glaubts?
Die Apfelmarke Pink Lady gewinnt in der Schweiz angeblich an Beliebtheit, gemäss Mitteilung auch dank Ex-Miss Schweiz Kerstin Cook. Neu ist Pink Lady offizieller Sponsor der Spitzen-Volleyballerinnen des Viteos NUC Neuchâtel Université Club.
Wer jetzt noch einen Pink Lady essen will, muss noch etwas warten. Denn in der Apfel-Saison 2017/18 war der angeblich so begehrte Schweizer Apfel bereits Ende Mai ausverkauft, heisst es in einer Mitteilung. Allerdings fehlten Angaben über die Menge dieser Apfelsorte, die in den Verkauf gelangte. Den Ausverkauf aber wird niemandem geringerem als Ex-Miss Schweiz Kerstin Cook zugeschrieben, die als Markenbotschafterin in den Sozialen Medien oder an Veranstaltungen kräftig die Werbetrommel rührt. Doch wer die Bilder von Pink Lady mit Cook sieht, zweifelt an dieser Darstellung: Mit ihren langen, künstlichen Fingernägeln nimmt man ihr nie ab, dass sie je in einen solchen Apfel hinein gebissen, geschweige denn eigenhändig daraus etwas gekocht hat.
Hier die Fingernägel in Grossaufnahme.
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Hier die Fingernägel in Grossaufnahme.
Die Werbung behauptet aber etwas Anderes: In den vergangenen Monaten habe Cook in der Öffentlichkeit und auf Social Media regelmässig auf den Apfel aus Schweizer Anbau aufmerksam gemacht. So habe sie ihre Fans zum Beispiel mit Rezepten und Video-Anleitungen zum Kochen und Backen mit Pink Lady animiert. Und das auch mit verlängerten Fingernägen? Zum Muttertag habe sie zudem zusammen mit Mutter und Grossmutter in London einen "Apple Pie" (engl. für Apfelkuchen) gebacken und ein schönes Foto auf Facebook gepostet. Pink Lady sei denn auch  für Cook ein ständiger gesunder Begleiter auf Events und ein willkommener fruchtiger Snack zwischendurch. "Egal, wo ich bin oder was der Anlass ist, ich gönne mir gern einen Pink Lady Apfel", wird die ehemalige Schweizer Schönheitskönigin zitiert.
Wirken glaubwürdiger: Die Sportlerinnen des Viteos NUC Neuchâtel Université Club.
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Wirken glaubwürdiger: Die Sportlerinnen des Viteos NUC Neuchâtel Université Club.
Wesentlich wichtiger für den angeblichen Absatz-Erfolg dürfte hingegen sein, dass Pink Lady seit März 2018 offizieller Sponsor der Spitzen-Volleyballerinnen des Viteos NUC Neuchâtel Université Club ist. "Die Äpfel sind für die Spielerinnen ein willkommener Energiespender", lässt der Vizepräsident des NUC, Antoine Benacloche, ausrichten. Mehr noch: An "besonders wichtigen Spielen" werden die Äpfel auch an die NUC-Fans verteilt. Man rechne: Wenn alle NUC-Spielerinnen nach jedem Training je einen Pink Lady essen, dazu Hunderte von Fans nach gewissen Spielen, alle notabene gratis, dann wird eher nachvollziehbar, dass der Apfel mittlerweile aus den Regalen verschunden ist. knö


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