EBU, EDRA und WorldDAB

Jedes in der EU verkaufte Radio soll digitalen Empfang ermöglichen

zvg.
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Die European Broadcast Union (EBU), die European Digital Radio Alliance (EDRA) und der Digitalradio Weltverband WorldDAB verlangen in einer gemeinsamen Erklärung, dass die EU in einem einheitlichen Codex für Rundfunk für den Radio-Gerätehandel eine Pflicht für DAB oder DAB+ verankern soll.
In der gemeinsamen Erklärung heisst es unter anderem, die Einführung solcher Bestimmungen auf EU-Ebene sei "ein wichtiger Schritt, um den Übergang des Rundfunks in die digitale Zukunft zu erleichtern", zudem bringe es den Zuhörern, Sendern und Geräteherstellern Vorteile. Damit würden sie dazu beitragen, die Einführung von Digitalradio in der EU zu beschleunigen. "Radio wird von Hörerinnen und Hörern überall in Europa genutzt. Im Schnitt erreicht der Hörfunk pro Woche 87 Prozent aller Europäer. Dieses Potential muss im digitalen Zeitalter bewahrt werden", heisst es wörtlich.

Radio sei ein Medium, über das die Bürger auf ein vielfältiges Angebot an Informationen, Nachrichten und Unterhaltung zugreifen könnten - oft mit regionaler und lokaler Ausrichtung. "In einer Zeit, in der der Zugang zu den Medien von einer wachsenden Zahl von meist global agierenden Akteuren (in erster Linie Technologie-Giganten) geprägt wird, ist Radio das vertrauenswürdigste Medium in Europa."

Zum Stand der DAB- und DAB+-Verbreitung hält die Erklärung fest: 
"Derzeit sind nationale DAB oder DAB+ Programmangebote in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Malta, Italien, Dänemark und Slowenien verfügbar. Weitere Länder mit regionalen DAB+ Ausstrahlungen sind: Frankreich, Polen, Irland, Spanien, Schweden und die Tschechische Republik. Aktuell finden in Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien Testbetriebe statt. Darüber hinaus ist in den Ländern Norwegen und Schweiz DAB+ bereits so weit verbreitet, dass in Norwegen die UKW-Netze 2017 abgeschaltet werden konnten und die Schweiz diesen Schritt zwischen 2020 und 2024 plant."

Hier finden Sie die Original-Erklärung auf Englisch und hier die deutsche Übersetzung.


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